Dec 19, 2025

Arbeitslos? Weiterbildung finden: Der ultimative Leitfaden 2025 für geförderte Kurse, Bildungsgutschein und Umschulung

Arbeitslos? Weiterbildung finden: Der ultimative Leitfaden 2025 für geförderte Kurse, Bildungsgutschein und Umschulung

Arbeitslos? Weiterbildung finden: Der ultimative Leitfaden 2025

Du bist arbeitslos oder arbeitssuchend und willst eine passende, geförderte Weiterbildung finden? Dann bist du hier richtig. In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir dir, wie du schnell und zielgerichtet zu einer Weiterbildung kommst, die vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit finanziert werden kann – inklusive Bildungsgutschein, AVGS, Auswahlkriterien, Schritt-für-Schritt-Anleitung, Checklisten und Profi-Tipps, damit du deine Chancen auf Bewilligung maximierst.

Auf einen Blick

  • Keyword-Fokus: arbeitslos weiterbildung finden – so klappt es mit der passenden, geförderten Maßnahme
  • Förderungen: Bildungsgutschein (SGB III/II), AVGS, Weiterbildungsgeld (Bürgergeld), Bürgergeld-Bonus, Übernahme von Lehrgangs-, Prüfungs-, Fahr- und Kinderbetreuungskosten
  • Strategie: In 7 Schritten von der Orientierung über die Anbieterrecherche bis zur Bewilligung
  • Tools: KURSNET der Bundesagentur für Arbeit und die vergleichende Suche über die Careertune Plattform

Inhaltsverzeichnis

  1. In 7 Schritten zur geförderten Weiterbildung
  2. Fördermöglichkeiten: Bildungsgutschein, AVGS & Co.
  3. Welche Weiterbildung passt zu dir?
  4. So überzeugst du Agentur für Arbeit oder Jobcenter
  5. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
  6. Suchstrategien & Tools, die Zeit sparen
  7. Checklisten & Vorlagen
  8. FAQ: Häufige Fragen

In 7 Schritten zur geförderten Weiterbildung

  1. Profil klären: Analysiere Stärken, Erfahrungen, formale Abschlüsse, Sprach- und IT-Kenntnisse. Definiere dein Arbeitsziel (z. B. Quereinstieg IT-Support, Pflegeassistenz, Sachbearbeitung Logistik, Buchhaltung).
  2. Arbeitsmarkt prüfen: Recherchiere Stellenanzeigen in deiner Region (Jobbörsen, Unternehmenswebsites). Notiere gefragte Skills, Zertifikate (z. B. SAP, DATEV, Azure, Scrum, Pflegebasiskurs, Lagerlogistik, Deutsch B2).
  3. Weiterbildungsform wählen: Kurzqualifizierung, Zertifikatskurs, Umschulung, Teilqualifizierung (TQ), Sprachkurs, digitale Kompetenzen. Entscheide zwischen online, hybrid oder vor Ort.
  4. Förderfähigkeit prüfen: Achte auf AZAV-zertifizierte Träger. Diese sind Voraussetzung für Förderung via Bildungsgutschein. Kläre, ob deine Auswahl berufsabschlussbezogen oder kompetenzorientiert ist.
  5. Anbieter vergleichen: Sammle 2–3 passende Kurse inkl. Inhalte, Dauer, Starttermine, Lernformat, Praxisanteile, Prüfungsvorbereitung, Jobvermittlung, Erfolgsquote.
  6. Beratungstermin buchen: Vereinbare einen Termin bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter. Nimm Kursangebote, Lebenslauf und deine Begründung mit (siehe Abschnitt ‚So überzeugst du…‘).
  7. Bewilligung & Start: Nach Zusage erhältst du deinen Bildungsgutschein oder AVGS. Reiche ihn beim Träger ein, kläre Zugangstests, und starte pünktlich.

Fördermöglichkeiten: Bildungsgutschein, AVGS & Co.

Wenn du arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist, kommen mehrere Förderinstrumente in Betracht. Hier die wichtigsten:

1) Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit / Jobcenter)

  • Ziel: Finanzierung beruflicher Weiterbildung oder Umschulung, die deine Chancen am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert.
  • Leistungen: Übernahme von Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren, Fahrtkosten, ggf. Unterkunft, Kinderbetreuung.
  • Voraussetzung: Maßnahme und Träger sind AZAV-zertifiziert; die Weiterbildung ist notwendig für Integration in Arbeit.
  • Adressat: ALG I oder Bürgergeld (SGB II) – Einzelfallentscheidung.

2) AVGS – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

  • Ziel: Coaching, Bewerbungs- und Vermittlungsunterstützung, Eignungsfeststellung, kurze Qualifizierungen zur schnellen Integration.
  • Leistungen: Übernahme der Kosten für die Maßnahme beim zertifizierten Träger.
  • Typisch: Individuelles Bewerbungscoaching, Jobcoaching, Kompetenzanalyse.

3) Weiterbildungsgeld und Bürgergeld-Bonus

  • Weiterbildungsgeld: Monatlicher Zuschlag (z. B. bei berufsabschlussbezogenen Weiterbildungen/Umschulungen im Bürgergeld-Bezug).
  • Bürgergeld-Bonus: Zusatzleistung für die Teilnahme an Maßnahmen, die Beschäftigungsfähigkeit stärken.

Wichtig: Die individuelle Bewilligung liegt stets im Ermessen deiner Ansprechperson. Eine gute Begründung mit klarer Arbeitsmarkt-Perspektive ist entscheidend.

Welche Weiterbildung passt zu dir?

Lege die Messlatte an die Arbeitsmarktrelevanz und zu dir passende Lernformate. Hier ein Überblick, was in der Praxis häufig nachgefragt wird:

Gefragte Bereiche

  • IT & Digital: IT-Support, Systembetreuung, Cloud-Grundlagen, Datenanalyse, Webentwicklung, IT-Sicherheit, MS-Office, SAP-Anwender.
  • Kaufmännisch & Buchhaltung: Rechnungswesen, DATEV, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Einkauf/Vertrieb, E-Commerce.
  • Logistik & Lager: Lagerverwaltung, Warenwirtschaft, Kommissionierung, Gabelstaplerschein, Versandprozesse.
  • Gesundheit & Pflege: Pflegebasiskurs, Betreuungskraft, Alltagsbegleitung, Hygiene, Dokumentation.
  • Sprachen: Deutsch B1–C1, Englisch für den Beruf, branchenspezifische Fachsprache.
  • Projekt & Management: Projektmanagement (klassisch, agil), Scrum, Qualitätsmanagement, Office-Organisation.

Formate

  • Umschulung (12–24 Monate): Für Berufswechsel mit Abschluss (z. B. IHK). Hohe Förderungschancen, aber intensiver.
  • Teilqualifizierung (TQ): Bausteinweise zum Berufsabschluss, modularer Einstieg.
  • Zertifikatskurse (2–24 Wochen): Berufsspezifische Skills, schneller Wiedereinstieg.
  • Sprach- und Grundkompetenzen: Deutsch, Mathe, IT-Basics zur Vorbereitung.

So überzeugst du Agentur für Arbeit oder Jobcenter

Dein Ziel: Nachweisen, dass die Weiterbildung erforderlich ist, um eine konkrete Stelle zu erreichen. So bereitest du dich vor:

Begründung in 5 Punkten

  1. Ausgangslage: Kurz dein Profil und warum du aktuell nicht vermittelbar bist (z. B. veraltete Softwarekenntnisse, fehlendes Zertifikat).
  2. Arbeitsziel: Konkrete Zielrolle (z. B. Sachbearbeitung Logistik, IT-Support, Pflegeassistenz).
  3. Arbeitsmarktbezug: 5–8 aktuelle Stellenanzeigen mit geforderten Qualifikationen, die dein Kurs vermittelt.
  4. Kurs-Match: Inhalte, Dauer, Abschluss, Zertifikate; Bezug zu Stellenanzeigen; Starttermin realistisch.
  5. Erfolgsaussicht: Praxisanteil, Prüfungsvorbereitung, Jobcoaching/Trägernetzwerk, hohe Bestehens-/Integrationsquote.

Unterlagen für den Termin

  • Lebenslauf (aktualisiert, lückenlos)
  • Liste mit Stellenanzeigen (Links/Print)
  • 2–3 AZAV-zertifizierte Kursangebote als Vergleich
  • Kurze schriftliche Begründung (max. 1 Seite)
  • Nachweise: Sprachzertifikate, Arbeitszeugnisse, ggf. Tests/Eignungschecks

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  • Fehler: Maßnahme nicht AZAV-zertifiziert. Fix: Immer AZAV prüfen, sonst keine Förderung.
  • Fehler: Kurs ohne klaren Jobbezug. Fix: Mit Stellenanzeigen belegen.
  • Fehler: Unrealistischer Starttermin. Fix: Puffer für Bewilligung und Eignungstest einplanen.
  • Fehler: Unterschätzte Anforderungen (Sprache/IT). Fix: Vorkurs oder Eignungstest vorab.
  • Fehler: Nur ein Anbieter. Fix: Mindestens 2–3 Angebote vergleichen.

Suchstrategien & Tools, die Zeit sparen

1) KURSNET

Die offizielle Suche der Bundesagentur für Arbeit: KURSNET. Filter nach Ort, Thema, Abschluss, Förderung. Tipp: Speichere Favoriten als PDF für den Beratungstermin.

2) Careertune Vergleichsplattform

Nutze die kostenlose Vergleichsplattform von Careertune, um geförderte Weiterbildungen übersichtlich zu filtern: Starttermine, Dauer, Online/Hybrid/Vor Ort, AZAV-Status, Anbieter, Inhalte. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

3) Direkt bei Trägern

Viele Bildungsträger haben eigene Kurskataloge. Frage gezielt nach Bildungsgutschein-fähigen Angeboten, Eignungstests und Jobcoaching.

Checklisten & Vorlagen

Checkliste: Kursauswahl

  • AZAV-zertifizierter Träger
  • Kursinhalte passen zu Stellenanzeigen
  • Format passend (online/hybrid/vor Ort)
  • Starttermin realistisch (inkl. Bewilligungszeit)
  • Prüfungsvorbereitung, Zertifikat, Praxisanteil
  • Unterstützung bei Bewerbung/Jobvermittlung
  • Transparente Erfolgskennzahlen (Bestehen, Vermittlung)

Checkliste: Termin bei Agentur/Jobcenter

  • Lebenslauf und Zeugnisse
  • 5–8 passende Stellenanzeigen
  • 2–3 Kursalternativen inkl. Daten/Preisen
  • Kurze Begründung (warum nötig, warum jetzt, Zieljob)
  • Nachweise zu Vorkenntnissen (Sprachlevel, IT)

Beispiel-Argumentation (Kurzvorlage)

Ziel: Einstieg als Sachbearbeiter Logistik in Region X. Ist-Stand: Kaufmännische Erfahrung, fehlende Kenntnisse in Warenwirtschaft/SAP. Arbeitsmarkt: 7 aktuelle Stellen erfordern SAP und Versandprozesse. Weiterbildung: Zertifikatskurs ‚SAP MM & Logistikprozesse‘ (AZAV), 12 Wochen, Start am [Datum], inkl. Prüfungsvorbereitung und Jobcoaching. Nutzen: Schließt Qualifikationslücke, erhöht Vermittlungschance direkt nach Kurs.

FAQ: Häufige Fragen rund um arbeitslos weiterbildung finden

Wer bekommt einen Bildungsgutschein?

Menschen, deren berufliche Eingliederung durch die Weiterbildung wahrscheinlich verbessert wird. Entscheidung im Einzelfall durch Agentur für Arbeit oder Jobcenter.

Welche Kosten werden übernommen?

Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Fahrtkosten, ggf. Unterkunft, Kinderbetreuung und Lernmittel – abhängig vom individuellen Fall und der Maßnahme.

Wie lange dauert die Bewilligung?

Variiert. Plane idealerweise 2–6 Wochen zwischen Beratungstermin und Kursstart ein. Frühzeitig Termine sichern.

Ist Online-Weiterbildung förderfähig?

Ja, wenn Träger und Maßnahme AZAV-zertifiziert sind und der Kurs arbeitsmarktlich sinnvoll ist.

Unterschied Bildungsgutschein vs. AVGS?

Bildungsgutschein: Finanzierung beruflicher Weiterbildung/Umschulung. AVGS: Finanzierung von Coaching, Aktivierung, Vermittlung, Eignungsfeststellung.

Kann ich eine Weiterbildung abbrechen?

Ein Abbruch sollte vermieden werden. Sprich bei Problemen sofort mit dem Träger und deiner Beratungsfachkraft. Bei unentschuldigter Abwesenheit drohen Nachteile.

Was, wenn ich während der Maßnahme ein Jobangebot bekomme?

Sehr gut! Sprich den Wechsel mit Träger und Beratung ab. Häufig ist eine vorzeitige Beendigung möglich, wenn du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnimmst.

Muss ich mich parallel bewerben?

Je nach Maßnahme und Vereinbarung ja – insbesondere bei kürzeren Kursen. Viele Träger unterstützen aktiv bei Bewerbungen.

Praxisbeispiele: Typische Wege in Arbeit

  • Quereinstieg IT-Support: 8–16 Wochen Zertifikat (Windows/Netzwerk/Service), Soft Skills, Jobcoaching – Einstieg 1st-Level-Support.
  • Pflegeassistenz: Pflegebasiskurs + Praktikum, Ergänzung Sprachkurs Deutsch B2 – Einstieg als Pflegehelfer/in.
  • Lager & Logistik: Lagerprozesse + Staplerschein + SAP-Basics – Einstieg Kommissionierung/Wareneingang.
  • Buchhaltung: DATEV + Lohn/Gehalt + Excel – Einstieg als Buchhaltungsassistenz.

Zeitleiste: Realistischer Ablauf

  1. Woche 1: Profil klären, Stellenanzeigen sammeln
  2. Woche 2: 2–3 Kurse vergleichen, Anbieter kontaktieren
  3. Woche 3: Beratungstermin, Unterlagen einreichen
  4. Woche 4–5: Bewilligung, Eignungscheck, Formalitäten
  5. Woche 6: Kursstart

Mini-Glossar

  • AZAV: Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung – Voraussetzung für Förderung.
  • Bildungsgutschein: Zusage der Kostenübernahme für eine konkrete Maßnahme.
  • AVGS: Gutschein für Aktivierung/Vermittlung/Coaching.
  • TQ: Teilqualifizierung, modulare Bausteine Richtung Berufsabschluss.

Fazit

Wer arbeitslos eine Weiterbildung finden will, braucht einen klaren Plan: Arbeitsziel festlegen, arbeitsmarktrelevante Kurse auswählen, AZAV prüfen, Angebote vergleichen und die Förderung überzeugend begründen. Mit der richtigen Strategie steigst du schnell wieder in Arbeit ein.

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