Dec 19, 2025

Arbeitslos? Zertifikat erwerben: Der umfassende Leitfaden zu geförderten Abschlüssen (Agentur für Arbeit & Jobcenter)

Arbeitslos? Zertifikat erwerben: Der umfassende Leitfaden zu geförderten Abschlüssen (Agentur für Arbeit & Jobcenter)

Arbeitslos? Zertifikat erwerben: So bekommst du ein gefördertes Zertifikat mit Agentur für Arbeit & Jobcenter

Du bist arbeitslos und möchtest ein Zertifikat erwerben, um deine Jobchancen deutlich zu erhöhen? In diesem praxisnahen Leitfaden erfährst du, wie du als Arbeitslose:r ein anerkanntes Zertifikat mit Förderung durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter erhältst – inklusive Bildungsgutschein, AVGS, passenden Zertifikaten, Voraussetzungen, Schritt-für-Schritt-Ablauf, Checkliste und häufigen Fehlern. Ziel: maximale Erfolgschancen bei der Bewilligung und ein Zertifikat, das dich wirklich nach vorne bringt.

Warum jetzt ein Zertifikat? Die Vorteile

  • Höhere Jobchancen: Aktuelle Zertifikate zeigen nachweisbare Kompetenz und werden von HR-Teams gefiltert und erkannt.
  • Gehaltsplus: Zertifizierte Fachkräfte (z. B. in IT, Projektmanagement, Pflege) erzielen regelmäßig höhere Einstiegs- und Wechselgehälter.
  • Quereinstieg erleichtert: Ein strukturiertes Zertifikat schließt Kompetenzlücken und signalisiert Arbeitgebern sofortige Einsatzfähigkeit.
  • 100% Förderung möglich: Mit Bildungsgutschein oder AVGS können Kurs- und Prüfungsgebühren vollständig übernommen werden – oft inkl. Fahrtkosten und Kinderbetreuung.
  • Schneller Abschluss: Viele Zertifikate sind in Wochen bis wenigen Monaten erreichbar – ideal in der Arbeitslosigkeit.

Gefragte Zertifikate 2025: Branchen & Beispiele

Diese Zertifikate sind arbeitsmarktrelevant und werden häufig gefördert. Achte darauf, dass der Träger AZAV-zertifiziert ist und die Maßnahme eine gültige Maßnahmenummer hat.

IT & Tech

  • Cloud & DevOps: AWS Cloud Practitioner/Associate, Microsoft Azure Fundamentals/Administrator, Google Cloud Associate.
  • Netzwerk & Security: Cisco CCNA, CompTIA A+ / Network+ / Security+, ISACA/ISC²-Einstiegszertifikate.
  • Data & Analytics: Data Analyst Foundations, SQL, Power BI, Tableau, Python Basics.
  • Software & Web: Java-/JavaScript-Grundlagen, QA/Testing (ISTQB Foundation).

Projekt- & Prozessmanagement

  • Agile: Scrum Master/PO (PSM I / PSPO I), Kanban.
  • Klassisch: PRINCE2 Foundation/Practitioner, IPMA Level D, PMP-Vorbereitung (mit Erfahrung).
  • QM & Prozesse: ISO 9001 Grundlagen, Lean Six Sigma Yellow/Green Belt.

Kaufmännisch & Office

  • Büro & Verwaltung: ECDL/ICDL, MS Office Expert, DATEV Grundlagen.
  • Buchhaltung: Finanz-/Lohnbuchhaltung, Lexware, SAP FI/CO Grundlagen.
  • Vertrieb & Marketing: Google Analytics, Google Ads, SEO/SEA-Basics, Meta Ads.

SAP

  • Einsteigerzertifikate: SAP S/4HANA Grundlagen, SAP FI/CO, MM, SD, HCM Basics.
  • Key-User-Schulungen für spezifische Module – sehr gefragt im Mittelstand.

Soziales & Pflege

  • Pflegebasiskurse, Betreuungskraft §43b/53c SGB XI.
  • Hygiene, Dokumentation, Demenzbegleitung – schneller Einstieg mit hoher Nachfrage.

Sprachen & Kommunikation

  • Deutsch: telc B1/B2/C1, DTZ, fachsprachliche Zertifikate.
  • Englisch: TOEIC, IELTS Academic/General (je nach Jobziel).

Tipp: Kombiniere fachliche Zertifikate mit Bewerbungscoaching (AVGS), um das Gelernte sofort in überzeugende Unterlagen und Interviews zu übersetzen.

Förderung verstehen: Bildungsgutschein, AVGS & Co.

Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)

  • Für wen? Arbeitsuchende/Arbeitslose (ALG I/II), von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, Wiedereinsteiger:innen.
  • Was wird gefördert? Kursgebühren, Prüfungsgebühren, Lernmittel, ggf. Fahrt-/Unterkunftskosten, Kinderbetreuung.
  • Voraussetzung: Maßnahme bei AZAV-zertifiziertem Träger mit Maßnahmenummer; positive Arbeitsmarktprognose.

AVGS – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (§ 45 SGB III)

  • Ziel: Coaching, Bewerbungstraining, berufliche Orientierung, Kurzqualifizierungen.
  • Ideal als Ergänzung zu fachlichen Zertifikaten (z. B. Interviewtraining, Jobstrategie).

Weitere Programme

  • WEITER.BILDUNG! und regionale Förderungen der Bundesländer.
  • Sprachförderung für Migrant:innen (z. B. Integrationskurse mit telc-Prüfung).

Offizielle Infos: Agentur für Arbeit – Förderung der Weiterbildung und Jobcenter.

Voraussetzungen & Eignung

  • Arbeitsmarktbezug: Das Zertifikat muss deine Vermittlungschancen realistisch verbessern.
  • Passfähigkeit: Vorbildung, Berufserfahrung und Zielrolle sollten zusammenpassen.
  • Verfügbarkeit: Du kannst während der Maßnahme teilnehmen (Voll-/Teilzeit, Betreuung geregelt).
  • AZAV/Qualität: Träger und Maßnahme sind zertifiziert und förderfähig.

Schritt-für-Schritt: So kommst du zum geförderten Zertifikat

  1. Ziel definieren: Wunschberuf, Zielrolle, Gehaltsband und geforderte Zertifikate recherchieren (Stellenanzeigen analysieren).
  2. Passende Maßnahme finden: Nach AZAV-zertifizierten Kursen suchen; Dauer, Inhalte, Prüfungen, Starttermine prüfen.
  3. Kursunterlagen anfordern: Lehrplan, Maßnahmenummer, Kostenaufstellung, Prüfungsdetails.
  4. Argumentation vorbereiten: Belege aus Jobanzeigen, Skill-Gap-Analyse, regionaler Bedarf, Gehalts- und Beschäftigungszahlen.
  5. Beratungstermin vereinbaren bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter.
  6. Gespräch führen: Ziele, Eignung und Arbeitsmarktbezug darstellen; Unterlagen vorlegen.
  7. Bildungsgutschein/AVGS beantragen – schriftliche Bewilligung abwarten.
  8. Anmeldung beim Träger: Mit Gutschein einbuchen, Startbestätigung sichern.
  9. Lernen & Prüfung: Plan erstellen, Mock-Tests, Lernzeit blocken, Prüfung anmelden.
  10. Bewerben: Parallel Bewerbungsunterlagen aktualisieren, Zertifikat nach Bestehen sofort kommunizieren.

Unterlagen & Nachweise für den Antrag

  • Aktualisierter Lebenslauf mit klarer Zielrolle.
  • Kursinformationen: Lehrplan, Dauer, Start, Prüfungsanbieter, Kosten, Maßnahmenummer.
  • Arbeitsmarktbelege: 5–10 aktuelle Stellenanzeigen, die das Zertifikat explizit verlangen.
  • Begründung: Kurze schriftliche Motivation (Skill-Gap, Matching, regionale Nachfrage).
  • Organisatorik: Verfügbarkeiten, Kinderbetreuung, Technikvoraussetzungen (bei Onlinekursen).

Kosten, Dauer, Lernformen

Kosten: Je nach Zertifikat zwischen 500 und 6.000+ Euro. Über den Bildungsgutschein sind in vielen Fällen 100% der Kurs- und Prüfungsgebühren förderfähig; häufig auch Fahrtkosten, Lernmittel und Kinderbetreuung.

Dauer:

  • Kurzformate: 2–6 Wochen (z. B. ICDL, Scrum, ISTQB Foundation).
  • Mittelfristig: 2–4 Monate (z. B. SAP-Basismodule, Data Analyst Basics, CompTIA Security+).
  • Umfangreicher: 4–9 Monate (modulare Umschulungsbausteine, mehrere Zertifikate kombiniert).

Lernformen: Präsenz, Online live, blended. Achte auf prüfungsnahe Übungsumgebungen, Labs, Praxisprojekte und offizielle Prüfungsvorbereitung.

So überzeugst du im Beratungsgespräch

Dein Ziel ist, plausibel zu zeigen, dass du durch das Zertifikat nachweislich schneller in Arbeit kommst.

  • Arbeitsmarktnachweis: „In 8 von 10 passenden Stellenanzeigen wird Scrum/PRINCE2/CCNA explizit gefordert.“
  • Skill-Gap: „Ich habe 3 Jahre Erfahrung in X, mir fehlt das Zertifikat Y als formaler Nachweis.“
  • Regionale Nachfrage: „Im Umkreis von 50 km sind aktuell 120 offene Stellen mit diesem Zertifikat.“
  • Konkreter Kurs: „AZAV-zertifiziert, Start am DD.MM., Dauer 8 Wochen, offizielle Prüfung inklusive.“
  • Risikoreduktion: „Plan mit Lernzeiten, Kinderbetreuung geklärt, Technik vorhanden; Probelektionen absolviert.“

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

  1. Unscharfes Berufsziel: Definiere eine Zielrolle (z. B. „Junior Data Analyst“ statt „irgendwas mit Daten“).
  2. Kein Arbeitsmarktnachweis: Sammle Stellenausschreibungen, die das Zertifikat verlangen.
  3. Falscher Kurs: Ohne AZAV/ohne Maßnahmenummer ist keine Förderung möglich.
  4. Zu breite Maßnahmen: Lieber fokussierte Zertifikate mit klarer Prüfung statt vager Inhalte.
  5. Ohne Zeitplan: Plane wöchentlich fixe Lern- und Übungszeiten; nutze Testprüfungen.

Checkliste: „Arbeitslos Zertifikat erwerben“

  • Zielrolle festgelegt und passende Zertifikate identifiziert
  • Mind. 5–10 Stellenanzeigen mit Zertifikatsanforderung gesichert
  • AZAV-zertifizierten Kurs mit Maßnahmenummer gefunden
  • Lehrplan, Kosten, Prüfungsdetails dokumentiert
  • Beratungstermin bei Agentur/Jobcenter vereinbart
  • Begründung (1 Seite) vorbereitet
  • Betreuungs-/Zeit-/Technikplan erstellt
  • Nach Bewilligung: Anmeldung, Lernplan, Prüfung, Bewerbungsupdate

FAQ: Häufige Fragen

Bekomme ich während der Weiterbildung weiterhin Leistungen?

In der Regel ja: ALG I/II bzw. Bürgergeld laufen weiter, solange die Teilnahme bewilligt ist. Kläre Details mit deiner Ansprechperson.

Kann ich Teilzeit lernen?

Viele Maßnahmen gibt es in Teilzeit – wichtig bei Betreuungspflichten. Achte auf Starttermine und Dauer.

Was, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Du kannst mit zusätzlichen Nachweisen (Stellenanzeigen, angepasste Kurswahl) erneut argumentieren oder Widerspruch prüfen. Bleib sachlich und lösungsorientiert.

Reicht ein Zertifikat ohne Berufserfahrung?

Für Quereinsteiger:innen oft ja, insbesondere in Einstiegsrollen. Kombiniere Zertifikat mit Projekten/Praktika und Coaching.

Brauche ich Deutschkenntnisse?

Für deutschsprachige Kurse meistens B1/B2; englischsprachige Zertifikate erfordern oft B1+. Sprachkurse können ebenfalls gefördert werden (telc, DTZ).

Praxisbeispiele (verkürzt)

  • Quereinstieg IT: AVGS-Coaching + CompTIA A+ + Bewerbungscoaching → 3 Monate → 1st-Level-Support.
  • Projektassistenz: PRINCE2 Foundation + MS Project/Excel Expert → 8 Wochen → PMO-Rolle.
  • Data Analytics: SQL + Power BI + Zertifikatsprüfung → 12 Wochen → Junior Data Analyst.
  • Pflege & Betreuung: Betreuungskraft §43b/53c + Praxis → 10–12 Wochen → fester Einstieg.

Qualitätskriterien bei der Kurswahl

  • AZAV-zertifiziert und Maßnahmenummer vorhanden.
  • Offizielle Prüfungen (z. B. AWS/Cisco/telc/PRINCE2) am Ende möglich.
  • Praxisanteil: Labs, Fallstudien, Projekte, Probeprüfungen.
  • Dozierende mit Praxis- und Prüfungserfahrung.
  • Betreuung: Mentoring, Jobcoaching, Bewerbungsservice.

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Hinweis: Förderkriterien können regional variieren. Verbindliche Auskünfte erteilt deine zuständige Agentur für Arbeit bzw. dein Jobcenter.

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