Dec 19, 2025

Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose: Bildungsgutschein, Inhalte, Jobs und Gehalt 2025

Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose: Bildungsgutschein, Inhalte, Jobs und Gehalt 2025

Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose: So nutzen Sie den Bildungsgutschein für Ihren Neustart

Eine Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose ist einer der schnellsten Wege zurück in feste Beschäftigung. Rechnungswesen-Fachkräfte sind quer durch alle Branchen gefragt – vom Start-up bis zum Mittelstand. Dieser umfassende Leitfaden zeigt, wie Sie die Förderung mit Bildungsgutschein von Agentur für Arbeit oder Jobcenter sichern, welche Inhalte wirklich zählen, welche Zertifikate Arbeitgeber sehen wollen und wie Sie den passenden Kurs finden.

Warum Buchhaltung – und warum jetzt?

  • Hohe Nachfrage: Finanz- und Lohnbuchhaltung sind Kernfunktionen in jedem Unternehmen.
  • Guter Quereinstieg: Mit soliden Grundlagen, DATEV- oder SAP-Fokus gelingt der Wechsel auch ohne Studium.
  • Stabile Gehälter: Einstiegsgehälter ab ca. 32.000–42.000 € brutto jährlich, mit Erfahrung 45.000–60.000 €.
  • Planbarer Alltag: Strukturierte Aufgaben, hybride oder Remote-Optionen möglich.

Was bedeutet geförderte Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose?

Geförderte Weiterbildungen sind AZAV-zertifiziert und können über den Bildungsgutschein zu 100 Prozent finanziert werden. Das umfasst je nach Bewilligung:

  • Kursgebühren und Lernmaterial
  • Prüfungs- und Zertifikatskosten
  • Fahrtkosten bzw. digitale Ausstattung nach Einzelfall
  • Kinderbetreuungskosten-Zuschüsse nach Prüfung

Zusätzlich können, je nach Maßnahme und Rechtslage, Prämien oder Weiterbildungsgeld gewährt werden. Erfragen Sie aktuelle Konditionen bei Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter.

Für wen eignet sich die Buchhaltung-Weiterbildung?

  • Arbeitslose mit Interesse an Zahlen, Ordnung und Prozessen
  • Quereinsteiger aus Büro, Handel, Gastronomie, Logistik, Assistenz
  • Wiedereinsteiger nach Elternzeit oder Pflege
  • International ausgebildete Kandidaten mit B2-Deutsch und kaufmännischem Interesse

Die wichtigsten Förderwege: Bildungsgutschein, Jobcenter und Co.

Der Bildungsgutschein ist das zentrale Instrument für geförderte Weiterbildungen nach SGB II/III. Zuständig sind Agentur für Arbeit (ALG I) oder Jobcenter (Bürgergeld). Daneben gibt es Coaching-Gutscheine (AVGS) für Bewerbungs- oder Karrierecoaching, die eine Weiterbildung sinnvoll ergänzen können.

Was deckt der Bildungsgutschein ab?

  • 100 Prozent der Kurskosten für AZAV-zertifizierte Maßnahmen
  • Prüfungsgebühren, Lernmaterialien, teils Softwarelizenzen
  • Fahrtkosten, Unterkunft bei auswärtigen Maßnahmen nach Einzelfall

So beantragen Sie den Bildungsgutschein – Schritt für Schritt

  1. Termin vereinbaren mit Ihrem Vermittler bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter.
  2. Bedarf begründen: Zeigen Sie, dass die Weiterbildung Ihre Vermittlungschancen deutlich erhöht. Bringen Sie Stellenanzeigen mit, die die Zielkompetenzen fordern.
  3. Kursauswahl treffen: Suchen Sie AZAV-zertifizierte Kurse mit Kurs-ID, am besten mit fester Startzeit und klaren Inhalten.
  4. Kostenangebot und Maßnahmennummer vom Träger einholen.
  5. Antrag stellen und Bewilligung abwarten. Achten Sie auf Fristen und Gültigkeitsdauer des Gutscheins.
  6. Start und Teilnahme: Pünktlich starten, Anwesenheitsquote erfüllen, Prüfungen ablegen.

Tipp: Recherchieren Sie vorab im offiziellen Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit unter kursnet-finden.arbeitsagentur.de.

Diese Inhalte bringen Sie wirklich weiter

Die besten Buchhaltung-Weiterbildungen kombinieren Rechnungswesen-Grundlagen mit praxisnahen Softwaremodulen (DATEV, SAP oder Lexware) und einem Zertifikat, das Arbeitgeber kennen.

Kernmodule

  • Grundlagen Rechnungswesen: Bilanz, GuV, Kontenrahmen (SKR03/04), Belegorganisation, GoBD
  • Finanzbuchhaltung: Debitoren/Kreditoren, Kasse/Bank, Mahnwesen, Zahlungsverkehr
  • Umsatzsteuer: innergemeinschaftliche Lieferungen, Reverse-Charge, Vorsteuer, Zusammenfassende Meldung
  • Anlagenbuchhaltung: Zugänge/Abgänge, AfA-Methoden, Anlagengitter
  • Jahresabschluss nach HGB: Abgrenzungen, Rückstellungen, Inventur, Abschlussbuchungen
  • Lohn- und Gehaltsbuchhaltung: SV, LSt, Meldeverfahren, Entgeltabrechnung
  • Digitale Buchführung: XRechnung, E-Rechnung, Belegfluss, revisionssichere Archivierung
  • Excel für Buchhalter: Pivot, S-Verweis/XVerweis, Power Query, Datenvalidierung

Softwarepraxis, die Arbeitgeber verlangen

  • DATEV Rechnungswesen, Unternehmen online, Lodas/Lohn und Gehalt
  • SAP FI bzw. S/4HANA Finance Grundlagen
  • Lexware buchhaltung/lohn

Optionale Spezialisierungen

  • Weiterbildung Lohnbuchhaltung für Personalabteilungen
  • Internationales Rechnungswesen (IFRS Basics)
  • E-Commerce-Buchhaltung (Plattformen, Zahlungsdienstleister, OSS)

Zertifikate und Abschlüsse

  • IHK-Zertifikat für Rechnungswesen-Module oder Fachkraft Rechnungswesen
  • DATEV-Anwenderzertifikat als Praxisnachweis
  • SAP-User-Zertifikat für FI-Grundlagen
  • Xpert Business Zertifikatsreihe (bundesweit anerkannt)

Aufbauziel mittelfristig: Geprüfte Bilanzbuchhalterin IHK bzw. Geprüfter Bilanzbuchhalter IHK. Die Vorbereitung ist umfangreich (12–18 Monate) und wird teils über Aufstiegs-BAföG gefördert; einzelne Vorbereitungslehrgänge können mit Bildungsgutschein möglich sein. Fragen Sie Ihren Träger und Ihre Agentur für Arbeit.

Dauer, Formate und Ablauf

  • Einsteiger 6–12 Wochen: Grundlagen FiBu, DATEV/Excel
  • Aufbau 3–6 Monate: FiBu plus Lohn, Jahresabschluss, SAP/DATEV Vertiefung
  • Intensiv 6–9 Monate: inklusive Praxisprojekt, Prüfungsvorbereitung, Praktikum

Formate: Online live (virtueller Klassenraum), Hybrid oder Präsenz. Achten Sie auf betreute Übungszeiten, Dozenten-Erreichbarkeit und Aufzeichnungen.

Voraussetzungen

  • Deutsch mind. B2, sicher in Schrift
  • Grundlagen in Mathematik und MS Office
  • Sorgfalt, Diskretion, Zahlenaffinität
  • Für Lohnbuchhaltung: Interesse an Sozialversicherungs- und Steuerrecht

Einige Träger führen einen kurzen Eignungs- oder IT-Test durch. Fehlende Basics lassen sich in Vorbereitungskursen auffrischen.

Berufsbilder nach der Weiterbildung

  • Sachbearbeiter Rechnungswesen (Debitoren/Kreditoren)
  • Finanzbuchhalter im Unternehmen oder in der Steuerkanzlei
  • Lohnbuchhalter in HR/Payroll
  • Assistant Accountant oder Accounting Clerk

Gehälter variieren nach Region, Branche und Softwarekenntnis. Orientierung: Einstieg 2.700–3.500 € brutto monatlich, mit 3–5 Jahren Erfahrung und DATEV/SAP 3.800–5.000 € brutto monatlich. In Steuerkanzleien sind schnelle Lernkurven und Aufstieg möglich.

So wählen Sie den richtigen Kurs – Checkliste

  • AZAV-Zertifizierung vorhanden und Kurs im KURSNET gelistet
  • Software-Abdeckung: DATEV oder SAP FI plus Excel-Praxis
  • Zertifikat mit hoher Arbeitgeberakzeptanz (z. B. IHK, Xpert, DATEV)
  • Dozentenprofil: Praxis im Rechnungswesen, gute Bewertungen
  • Unterstützung: Prüfungsvorbereitung, Bewerbungscoaching, Praktikumsnetzwerk
  • Flexibilität: Starttermine, Teilzeit/ Vollzeit, Remote-Optionen
  • Erfolgsquote: Abschluss- und Vermittlungsquoten erfragen

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Nur Theorie statt Softwarepraxis: Achten Sie auf echte Übungsumgebungen.
  • Unklare Ziele: Legen Sie vorher fest, ob FiBu, Lohn oder SAP im Fokus steht.
  • Zu kurzer Kurs für die Ziele: Für Lohn oder SAP reichen 2–3 Wochen meist nicht.
  • Zertifikate ignoriert: Von Arbeitgebern bekannte Nachweise einplanen.

Bewerbung und Jobeinstieg – so nutzen Sie die Weiterbildung

  1. Profil schärfen: Positionieren Sie sich klar auf FiBu, Lohn oder Mischprofil.
  2. Lebenslauf aktualisieren: Module, Software, Zertifikate, Praxisprojekt sichtbar machen.
  3. Jobtitel richtig wählen: Suchbegriffe wie Finanzbuchhalter, Debitorenbuchhalter, Kreditorenbuchhalter, Lohnbuchhalter, Accounting Assistant.
  4. Plattformen nutzen: Arbeitsagentur Jobbörse, LinkedIn, XING, spezialisierte Kanzlei-Portale.
  5. Praxis belegen: Fallstudien, Übungen, ggf. Praktikumserfahrung erwähnen.

Beispiele für starke Kurskombinationen

  • FiBu-Grundlagen + DATEV Rechnungswesen + Excel-Powerpaket
  • Lohn und Gehalt + DATEV Lodas bzw. Lohn und Gehalt + SV-Praxis
  • SAP FI Grundlagen + FiBu-Vertiefung + Jahresabschluss nach HGB

FAQ: Buchhaltung-Weiterbildung für Arbeitslose

Ist die Weiterbildung 100 Prozent kostenlos? Ja, bei Bewilligung per Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter die förderfähigen Kosten vollständig.

Wie schnell bekomme ich einen Platz? Beliebte Kurse starten monatlich. Bewerben Sie sich frühzeitig und stimmen Sie Starttermine mit dem Bildungsgutschein ab.

Online oder vor Ort? Online-Live-Formate sparen Anfahrten und sind ideal mit Familie. Präsenz ist sinnvoll, wenn Sie mehr Struktur benötigen. Hybrid vereint beides.

Werden Prüfungsgebühren übernommen? In der Regel ja, sofern Teil der zertifizierten Maßnahme. Klären Sie dies im Angebot des Trägers.

Gibt es zusätzliche Prämien? Teilweise sind Weiterbildungsgeld oder Prämien möglich. Die Regelungen ändern sich; informieren Sie sich bei Ihrer Agentur für Arbeit bzw. Ihrem Jobcenter.

Kann ich ohne Vorerfahrung starten? Ja. Wählen Sie einen Kurs mit Grundlagenmodulen und betreuter Softwarepraxis. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend.

Nächste Schritte

  1. Wählen Sie 1–2 Zielrollen: FiBu, Lohn, oder Mischprofil.
  2. Prüfen Sie passende AZAV-Kurse mit DATEV/SAP-Anteil.
  3. Vereinbaren Sie den Beratungstermin mit Ihrer Agentur für Arbeit bzw. Ihrem Jobcenter.
  4. Sichern Sie sich die Bewilligung und starten Sie pünktlich.

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  • Schnelle Anfrage an Träger für Kurs-ID, Maßnahmennummer und Kostenangebot
  • Unabhängige Beratung und Unterstützung bei der Bildungsgutschein-Beantragung

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Hinweis: Rechtliche Rahmenbedingungen und Förderbeträge können sich ändern. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter.

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