Elektrotechnik-Weiterbildung für Arbeitslose: Förderung, Kurse & Jobchancen 2025
Arbeitslos und auf der Suche nach einer geförderten Elektrotechnik-Weiterbildung? In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie, wie Sie mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter die richtige Weiterbildung finden, welche Kurse und Zertifikate jetzt gefragt sind und wie Sie Ihre Jobchancen in der Elektrotechnik 2025 gezielt verbessern.
Die Kombination aus Digitalisierung, Energiewende und Fachkräftemangel sorgt für hervorragende Perspektiven: von Photovoltaik und E-Mobilität über Gebäudetechnik bis hin zu Automatisierung/SPS. Mit der passenden, AZAV-zertifizierten Weiterbildung steigen Ihre Chancen auf eine schnelle Wiedereingliederung spürbar.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Elektrotechnik-Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit?
- Förderungen: Bildungsgutschein & weitere Möglichkeiten
- Kursarten & Themen in der Elektrotechnik
- Anerkannte Zertifikate & Abschlüsse
- Lernpfade: Passende Wege für unterschiedliche Profile
- Voraussetzungen, Dauer & Ablauf
- Kosten, Finanzierung & was wirklich gefördert wird
- Anbieter-Vergleich & Auswahlkriterien
- Bewerbung, Gehalt & Karrierechancen
- Online, Hybrid oder Präsenz? Lernformate im Vergleich
- Praxis, Prüfung & Lerntipps
- Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Checkliste: Elektrotechnik-Weiterbildung arbeitslos
- FAQ
1) Warum Elektrotechnik-Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit?
- Sehr gute Jobaussichten: Elektro-Fachkräfte werden in Industrie, Handwerk und Energieprojekten händeringend gesucht.
- Zukunftsfelder: Photovoltaik, Speichertechnik, Ladeinfrastruktur, Smart Building, Automatisierung/Industrie 4.0.
- Kurze Wege zurück in Arbeit: Viele Kurse sind praxisnah und dauern nur wenige Wochen bis Monate.
- Volle Förderung möglich: Mit Bildungsgutschein häufig 100 % Kostenübernahme plus Fahrtkosten, Kinderbetreuungspauschalen und Prüfungsgebühren.
Für die Suchintention „elektrotechnik weiterbildung arbeitslos“ zählt: schnell eine passende, geförderte Qualifizierung finden, die nachweislich Ihre Vermittlungschancen erhöht.
2) Förderungen: Bildungsgutschein & weitere Möglichkeiten
Die wichtigste Förderung bei Arbeitslosigkeit ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters. Voraussetzung: Die Maßnahme ist AZAV-zertifiziert und verbessert nachweislich Ihre Integrationschancen.
So erhalten Sie den Bildungsgutschein (Schritt für Schritt)
- Profil klären: Berufe, Erfahrungen, Lücken, Zieljob definieren.
- Kurse recherchieren: Über Vergleichsplattformen passende, AZAV-geförderte Elektrotechnik-Weiterbildungen sammeln.
- Beratungstermin anfragen: Bei Agentur für Arbeit/Jobcenter (telefonisch oder online).
- Unterlagen vorbereiten: Lebenslauf, Nachweise, Stellenanzeigen, Kursbeschreibung, Anbieterangebot, Starttermin, Dauer, Kosten.
- Argumentation: Zeigen, wie der Kurs Ihr Vermittlungshemmnis schließt (z. B. fehlende SPS-Kenntnisse) und konkret zu offenen Stellen passt.
- Gutschein erhalten: Bildungsgutschein ist meist auf Region, Anbieter, Zeitraum und Berufsziel begrenzt.
- Einlösen & Start: Kursanmeldung, Teilnahmebestätigung, regelmäßige Meldungen an Kostenträger beachten.
Weitere Förderoptionen
- AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Für Coachings bzw. kürzere Maßnahmen.
- Aufstiegs-BAföG: Für aufbauende Abschlüsse wie Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik (IHK) oder staatlich geprüfter Techniker (teils ergänzend).
- Weiterbildungsprämien: Bei Umschulungen mit Abschlussprüfung (IHK/HWK) sind Prämien möglich.
3) Kursarten & Themen in der Elektrotechnik
Je nach Vorkenntnissen eignen sich unterschiedliche Module – vom Quereinstieg bis zum Profi-Upgrade.
Top-Themen 2025 (häufig gefördert)
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) inkl. Theorie, Praxis, Prüfung
- SPS/PLC-Programmierung (z. B. Siemens TIA Portal, Step 7, S7-1200/1500)
- E-CAD / Schaltplan (z. B. EPLAN Electric P8)
- Prüfen nach DGUV Vorschrift 3, Mess- und Prüftechnik, DIN VDE 0100
- Photovoltaik & Speicher (Planung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung)
- Ladeinfrastruktur (E-Mobilität) inkl. Normen, Installation, Prüfung
- Gebäudeautomation & KNX (Smart Home / Smart Building)
- Industrielle Netzwerke (PROFINET, PROFIBUS, Ethernet/IP, OPC UA)
- Robotik & Antriebstechnik (Grundlagen, Safety, Inbetriebnahme)
- Arbeitssicherheit & Normen (VDE, CE, Funktionale Sicherheit)
Beispiele für Kursformate
- Intensiv-Bootcamps (5–20 Tage) – kompakte Skills, z. B. DGUV V3-Prüfung, KNX-Grundkurs.
- Qualifizierungsmodule (4–12 Wochen) – z. B. SPS TIA Portal Grundlagen + Aufbau.
- Umschulung (16–28 Monate) – für Berufsabschluss (z. B. Elektroniker). Umfangreich, aber sehr nachhaltig.
4) Anerkannte Zertifikate & Abschlüsse
- TÜV/DEKRA-Zertifikate: verbreitet, praxisnah, arbeitsmarktnah.
- Herstellerzertifikate: Siemens SITRAIN (TIA Portal), KNX-Partner, Phoenix Contact, etc.
- IHK/HWK: Fortbildungsabschlüsse wie Industriemeister Elektrotechnik; Umschulungsabschlüsse bei Berufswechsel.
- EFK/VEFK: Elektrofachkraft bzw. Verantwortliche Elektrofachkraft – wichtig für bestimmte Tätigkeiten/Verantwortung.
5) Lernpfade: Passende Wege für unterschiedliche Profile
A) Quereinsteiger ohne Elektroabschluss
- Elektro-Grundlagen (DC/AC, Schutzmaßnahmen, Messgeräte)
- EFK für festgelegte Tätigkeiten + Praxis
- DGUV V3-Prüfung & Dokumentation
- Wahlmodul: Photovoltaik/KNX für schnelle Einsatzfelder
B) Ausgebildete Elektrofachkräfte
- SPS TIA Portal (Grundlagen → Aufbau → Inbetriebnahme)
- EPLAN P8 (Projektierung, Makros, Normen)
- Industrielle Kommunikation (PROFINET/OPC UA)
- Sicherheitstechnik (Performance Level, Normen)
C) Mechatronik/Mechanik mit Elektrobedarf
- Elektroauffrischung (VDE, Messungen, Schutz)
- SPS-Grundlagen + Wartung/Fehlersuche
- Antriebstechnik & Sensorik
6) Voraussetzungen, Dauer & Ablauf
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse in Mathe/Physik
- Deutsch i. d. R. B1–B2 für Theorie & Prüfung
- PC-Grundlagen (Office, Online-Lernen)
- Für bestimmte Kurse: gesundheitliche Eignung, ggf. Vorbildung
Dauer & Ablauf
- Kompaktkurse: 3–10 Tage
- Module: 4–12 Wochen
- Umschulung: 16–28 Monate inkl. Praxis
Typischer Wochenrhythmus (Beispiel Modul):
- Mo–Do: Theorie am Vormittag, Praxis/Lab am Nachmittag
- Fr: Wiederholung, Übungsaufgaben, Prüfungstraining
7) Kosten, Finanzierung & was wirklich gefördert wird
- Kurskosten: je nach Umfang von ca. 500 € (Kurzmodule) bis 8.000 €+ (umfangreiche Qualifizierung). Umschulungen höher.
- Förderung: Bildungsgutschein deckt bei AZAV-Kursen i. d. R. 100 % ab (inkl. Prüfungsgebühren). Zusätzlich möglich: Fahrkosten, Kinderbetreuungspauschalen.
- Lebensunterhalt: Arbeitslosengeld/Bürgergeld bleibt bestehen; bei Umschulung teils weitere Leistungen/Prämien.
8) Anbieter-Vergleich & Auswahlkriterien
Bekannte Anbieter (regional unterschiedlich)
- TÜV Akademie (TÜV Rheinland / TÜV SÜD)
- DEKRA Akademie
- WBS Training, IBB, DAA, bbq, COMCAVE
- IHK-/HWK-Bildungszentren
- Herstellertrainings (z. B. Siemens SITRAIN, Phoenix Contact) – teils förderfähig in Kooperation
Worauf Sie achten sollten
- AZAV-Zertifizierung (notwendig für Bildungsgutschein)
- Praxisanteil & Laborausstattung (SPS-Boards, Messplätze, PV-/KNX-Demos)
- Abschluss/Zertifikat (TÜV/DEKRA/IHK/Hersteller)
- Trainerprofil (Industrieerfahrung, Zertifizierungen)
- Vermittlungsquote & Jobnetzwerk
- Unterstützung bei Bewerbung, Coaching, Prüfungsvorbereitung
- Flexibles Format (Online-Live, Hybrid, Präsenz) und Starttermine
9) Bewerbung, Gehalt & Karrierechancen
Typische Einstiegs- und Zielrollen
- Elektrofachkraft / EFKffT
- Servicetechniker/in Photovoltaik oder Ladeinfrastruktur
- SPS-/Automatisierungstechniker (Junior), Inbetriebnehmer/in
- Prüftechniker/in (DGUV V3)
- Schaltschrankbauer/in, Gebäudetechniker/in, Facility-Management (technisch)
- Smart-Home-/KNX-Integratoren
Gehalt – grobe Orientierungswerte
- Elektrofachkraft/Servicetechnik: ca. 2.800–3.600 € brutto/Monat je nach Region/Erfahrung
- Junior SPS/EPLAN: ca. 3.200–4.200 € brutto/Monat mit Entwicklungsspielraum
- PV-/E-Mobility-Spezialisten: oft attraktive Zuschläge/Servicefahrten
Hinweis: Region, Tarifbindung, Branche und Zusatzqualifikationen beeinflussen das Gehalt deutlich.
Bewerbungstipps
- Zertifikate sichtbar in CV/LinkedIn (z. B. „Siemens TIA Portal – Advanced“)
- Praxisbezug betonen: konkrete Projekte, Messprotokolle, Schaltpläne, Screenshots (wenn erlaubt)
- Stellenanzeigen spiegeln: Keywords wie „TIA“, „EPLAN“, „DGUV V3“, „KNX“ übernehmen
- Kurze Lernstory: Warum der Kurs Ihre Lücke geschlossen hat und wie Sie direkt einsetzbar sind
- Online-Live: flexibel, gute Theorievermittlung, oft mit Remote-Labs
- Hybrid: Theorie online, Praxis vor Ort – beliebter Kompromiss
- Präsenz: ideale Praxisnähe, Netzwerk & direkte Trainer-Feedbacks
Tipp: Achten Sie auf Remote-Lab-Zugänge (SPS, EPLAN, Messplätze) und Aufzeichnungen der Sessions.
11) Praxis, Prüfung & Lerntipps
- 70/20/10-Prinzip: 70 % Praxisaufgaben, 20 % Austausch, 10 % Theorie
- Täglich kurze Lernintervalle (Pomodoro), wöchentliche Mock-Prüfungen
- Normen & Sicherheit (VDE, DGUV) regelmäßig wiederholen
- Fehlersuche üben: Messkette, Schutzmaßnahmen, Systematisches Vorgehen
12) Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Zu allgemeine Kurse ohne klaren Jobbezug – wählen Sie arbeitsmarktrelevante Module.
- Kein AZAV – dann keine Förderung über Bildungsgutschein möglich.
- Wenig Praxis – auf Labs, Projekte, Herstellerzertifikate achten.
- Schwache Argumentation im Beratungsgespräch – Stellenanzeigen und Kompetenzlücken belegen.
13) Checkliste: Elektrotechnik-Weiterbildung arbeitslos
- Zielrolle definieren (z. B. PV-Servicetechniker, Junior-SPS)
- 3–5 passende, AZAV-zertifizierte Kurse vergleichen
- Unterlagen für Bildungsgutschein zusammenstellen
- Trainingsformat, Praxisanteil, Zertifikate prüfen
- Coaching/Bewerbungshilfe einplanen
- Frühzeitig Starttermin sichern
14) FAQ
Gibt es Elektrotechnik-Weiterbildungen für Arbeitslose, die online sind?
Ja. Viele Anbieter bieten Online-Live-Formate mit Remote-Labs oder Hybridunterricht an.
Umschulung oder Weiterbildung – was ist besser?
Weiterbildung ist kürzer und fokussiert Skills; Umschulung führt zu einem Berufsabschluss (länger, aber sehr nachhaltig). Beides kann gefördert werden.
Kann ich ohne Elektroausbildung starten?
Ja, z. B. mit EFKffT-Kursen und Grundlagenmodulen. Für weiterführende Inhalte sind Vorkenntnisse hilfreich.
Wie lange dauern geförderte Elektrotechnik-Weiterbildungen?
Von wenigen Tagen (z. B. DGUV V3) bis zu mehreren Wochen (SPS/EPLAN) – Umschulungen deutlich länger.
Welche Zertifikate sind besonders gefragt?
DGUV V3, EFK/EFKffT, Siemens TIA Portal, EPLAN P8, KNX-Partner, PV/Ladeinfrastruktur-Zertifikate, IHK/HWK-Abschlüsse.
Gibt es eine Altersgrenze?
Nein. Entscheidend sind Eignung, Motivation und Arbeitsmarktrelevanz.
Top 10 geförderte Elektrotechnik-Weiterbildungen (Beispiele)
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)
- Prüfen ortsveränderlicher/ortsfester Geräte nach DGUV V3
- SPS-Programmierung mit Siemens TIA Portal (Grundlagen/Advanced)
- EPLAN Electric P8 – Projektierung & Normen
- Photovoltaik: Planung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung
- Ladeinfrastruktur E-Mobilität: Installation & Prüfung
- KNX-Grundkurs & KNX-Partner-Zertifizierung
- Industrielle Kommunikation (PROFINET/OPC UA)
- Robotik-Grundlagen (Safety, Inbetriebnahme)
- Arbeitssicherheit & VDE-Normen kompakt
Hinweis: Verfügbarkeit und Förderfähigkeit sind regional und anbieterspezifisch. Prüfen Sie stets AZAV-Status und Zertifikate.
Fazit
Eine Elektrotechnik-Weiterbildung während der Arbeitslosigkeit ist einer der effizientesten Wege zurück in Beschäftigung – besonders in stark wachsenden Bereichen wie PV, Gebäudeautomation und Automatisierung/SPS. Mit dem richtigen Kurs, Bildungsgutschein und einem klaren Berufsprofil verbessern Sie Ihre Perspektiven in kurzer Zeit deutlich.
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