Personalwesen-Weiterbildung für Arbeitslose: Der umfassende 2025-Guide mit Förderung
Du bist arbeitslos und möchtest mit einer Weiterbildung im Personalwesen neu durchstarten? Perfekt – HR-Fachkräfte werden bundesweit gesucht. In diesem Guide erfährst du, welche geförderten Weiterbildungen (z. B. mit Bildungsgutschein) sinnvoll sind, wie du die volle Kostenübernahme sicherst, welche Inhalte und Zertifikate zählen, und wie du dich nach der Maßnahme erfolgreich bewirbst.
Suchbegriff im Fokus: „personalwesen weiterbildung arbeitslos“ – hier bekommst du Antworten mit maximalem Praxisnutzen.
Inhalt
Warum Personalwesen? Chancen, Gehalt, Trends
Personalwesen (HR) ist das Herzstück moderner Unternehmen. Von Recruiting über Entgeltabrechnung bis Arbeitsrecht – qualifizierte Fachkräfte sind gefragt. Besonders nach einer arbeitslosen Phase ist HR ein hervorragendes Feld für den Wiedereinstieg oder Quereinstieg.
Deine Vorteile
- Hohe Nachfrage: Personalsachbearbeitung, Recruiting, Lohn & Gehalt, HR-Assistenz, Talent Acquisition.
- Planbare Arbeitszeiten und zunehmend Remote-/Hybrid-Optionen.
- Vielfältige Einstiege: Auch ohne Studium möglich – mit praxisnahen Zertifikaten.
- Aufstiegschancen in HR-Operations, Payroll, Recruiting-Leitung, HR-Controlling.
Gehaltsorientierung (regional und erfahrungsabhängig)
- HR-Assistenz / Personalsachbearbeitung: ca. 34.000–48.000 € brutto/Jahr
- Lohn- und Gehaltsabrechnung (DATEV/SAP): ca. 38.000–55.000 €
- Recruiting / Active Sourcing: ca. 36.000–52.000 €
Trends: Digitalisierung (SAP HCM/SuccessFactors, Workday), People Analytics, Active Sourcing, Employer Branding, Arbeitsrecht-Updates.
Förderung: Bildungsgutschein & weitere Unterstützungen
Als Arbeitslose/r kannst du eine 100% geförderte HR-Weiterbildung über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter erhalten – meist per Bildungsgutschein nach SGB III. Voraussetzung: Die Maßnahme verbessert nachweislich deine Vermittlungschancen und ist AZAV-zertifiziert.
Was wird gefördert?
- Kursgebühren (zu 100 %)
- Lernmittel, Prüfungsgebühren (z. B. IHK, SAP)
- Fahrtkosten, ggf. Unterbringung & Kinderbetreuung (nach Prüfung)
So sicherst du dir den Bildungsgutschein – Schritt für Schritt
- Profil klären: Berufsziel definieren (z. B. „Personalsachbearbeiter/in Lohn & Gehalt“).
- Passende Maßnahme recherchieren: AZAV-zertifiziert, mit Maßnahmenummer, arbeitsmarktrelevant.
- Beratungstermin bei Agentur/Jobcenter vereinbaren – Unterlagen mitnehmen: Kursbeschreibung, Start-/Dauerangaben, Jobperspektiven, Stellenanzeigen als Beleg.
- Bildungsgutschein beantragen – Ziel, Umfang, Zeitraum werden festgelegt.
- Einlösen: Beim Träger anmelden, Start bestätigen lassen.
Tipp: Bei kürzeren, bewerbungsnahen Modulen kann alternativ ein AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) in Frage kommen, z. B. für Bewerbungscoaching oder Sprach-/Office-Trainings. Lass dich dazu beraten.
Passende Weiterbildungen im Personalwesen
Die besten Chancen hast du mit praxisnahen, softwaregestützten HR-Weiterbildungen. Diese Schwerpunkte sind besonders gefragt:
1) Personalsachbearbeitung / HR-Assistenz (mit IHK-/Träger-Zertifikat)
- Inhalte: Personaladministration, Mitarbeiterstammdaten, On-/Offboarding, Arbeitszeitmodelle, Urlaubs-/Krankheitsmanagement, Grundlagen Arbeitsrecht, Kommunikation, MS Office.
- Dauer: 8–16 Wochen (Teil-/Vollzeit)
- Ideal für: Quereinsteiger/innen, Wiedereinsteiger/innen
- Bonus: Praxisprojekte, Fallstudien, Bewerbermanagementsysteme (BMS)
2) Lohn- & Gehaltsabrechnung (DATEV/SAP HCM)
- Inhalte: Entgeltabrechnung, SV-/Steuerrecht, Meldewesen, DATEV LODAS/LODAS comfort, SAP HCM Payroll, Reporting.
- Dauer: 8–20 Wochen (je nach Softwaretiefe)
- Ideal für: Genauigkeitsliebende, Zahlenaffine; sehr gute Jobchancen.
- Zertifikate: Trägerzertifikat, ggf. DATEV-/SAP-Bescheinigung
3) Recruiting & Active Sourcing
- Inhalte: Anforderungsprofile, Stellenanzeigen, Interviewtechniken, Active Sourcing (LinkedIn, XING, GitHub), Talent Pools, Employer Branding, rechtliche Basics.
- Dauer: 6–12 Wochen
- Tools: Bewerbermanagementsysteme (z. B. SAP SuccessFactors, Personio), Sourcing-Tools.
4) Arbeitsrecht kompakt für HR
- Inhalte: BGB/TVöD-Grundlagen, Befristung, Kündigung, Mutterschutz/Elternzeit, Datenschutz (DSGVO), Betriebsrat, Nachweisgesetz.
- Dauer: 2–6 Wochen (oft als Modul kombinierbar)
5) HR-Controlling & People Analytics (Aufbau)
- Inhalte: Kennzahlen (Fluktuation, Time-to-Hire, Cost-per-Hire), Dashboards, Excel/BI-Grundlagen.
- Dauer: 4–8 Wochen
6) Software-Spezialisierungen
- SAP HCM / SuccessFactors: Stammdaten, Zeitwirtschaft, Payroll, Recruiting-Module.
- DATEV für Payroll
- Personio, Workday, MS Excel für HR
Pro-Tipp: Kombiniere Personalsachbearbeitung + Lohn & Gehalt (DATEV/SAP). Das steigert deine Vermittlungschancen deutlich.
Für wen sind HR-Weiterbildungen geeignet?
- Quereinsteiger/innen (Kaufmännisch, Büro, Handel, Gastro, Service)
- Wiedereinsteiger/innen nach Familienzeit
- Berufsrückkehrer/innen mit veralteten Kenntnissen
- Akademiker/innen (BWL, Psychologie, Sozialwissenschaften) ohne HR-Praxis
- Menschen mit Migrationshintergrund mit guten Deutschkenntnissen
Voraussetzungen: gute Deutschkenntnisse (oft B2), Motivation, PC-Grundlagen; für Payroll von Vorteil: Zahlenaffinität.
So wählst du den richtigen Anbieter
Wichtige Kriterien, damit dein Kurs dich wirklich voranbringt:
- AZAV-Zertifizierung und Maßnahmenummer (für Förderung zwingend)
- Praxisorientierte Inhalte mit aktueller HR-Software (DATEV, SAP, Personio)
- Zertifikate (z. B. IHK, SAP-Teilnahme, DATEV-Bescheinigung)
- Erfahrene Dozenten aus der Praxis
- Betreuung: Jobcoaching, Bewerbungs- und Interviewtraining, LinkedIn-Profil-Check
- Flexibilität: Voll-/Teilzeit, Online/Hybrid, Starttermine, Nachholoptionen
- Erfolgskennzahlen: Vermittlungsquote, Arbeitgebernetzwerk, Praxisprojekte
Frage konkret nach Unterrichtsproben, Softwarezugängen und Beispielzertifikaten.
Ablauf, Dauer & Zeitplan
Typischer Zeitplan
- Woche 1–2: Grundlagen HR, Arbeitsrecht-Basics, Office
- Woche 3–6: Schwerpunktwahl (z. B. Payroll mit DATEV/SAP oder Recruiting/Sourcing)
- Woche 7–10: Vertiefung, Fallstudien, Tools, Mini-Projekte
- Woche 11–12: Prüfungsvorbereitung, Bewerbungsunterlagen, Praxis-/Abschlussprojekt
Je nach Modul und Intensität sind 4–24 Wochen üblich. Teilzeit verlängert entsprechend. Viele Anbieter starten monatlich oder im Wochentakt.
Bewerbung & Jobchancen nach der Weiterbildung
Relevante Einstiegsrollen
- Personalsachbearbeiter/in
- HR-Assistenz
- Lohn- und Gehaltsabrechner/in
- Recruiter/in / Talent Acquisition / Active Sourcer/in
Branchen & Arbeitgeber
- Industrie, Dienstleistung, Gesundheitswesen, IT/Tech, öffentliche Verwaltung, Personaldienstleistung
5 Bewerbungs-Tipps, die deine Chancen erhöhen
- Kompetenzprofil klar formulieren: „Payroll (DATEV), Arbeitsrecht-Basics, MS Excel – sofort einsetzbar“.
- Praxisbezug zeigen: Projektbeispiele, Reports, Prozessbeschreibungen als Mini-Portfolio.
- Stellenanzeigen spiegeln: Keywords aus dem Jobtext übernehmen (ATS-optimiert).
- LinkedIn/XING aufbauen: Schlagwortoptimierung, Empfehlungen, Aktivität.
- Interview üben: Gesprächsleitfäden, Cases, Verhandlungsvorbereitung.
Häufige Fehler vermeiden
- Zu allgemeine Kurse ohne echten Praxis-/Softwarefokus
- Fehlende Zertifikate (keine IHK-/Software-Bescheinigung)
- Kein Berufsbild definiert – dadurch schwache Argumentation beim Bildungsgutschein
- Mangelnde Bewerbungsvorbereitung – fehlende ATS-Keywords, kein Portfolio
- Unrealistische Dauer (zu kurz für Payroll, zu lang ohne Mehrwert)
Kosten, Leistungen & finanzielle Vorteile
Mit Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit/das Jobcenter in der Regel:
- Lehrgangskosten zu 100 %
- Prüfungs-/Zertifikatsgebühren (z. B. IHK, Software)
- Lernmittel
- Fahrtkosten und ggf. Unterbringung
- Zuschuss Kinderbetreuung (nach individueller Prüfung)
Hinweis: Details, Anspruch und Höhe der Leistungen werden individuell entschieden. Sprich deine zuständige Stelle direkt an und lass dir die Förderzusage schriftlich bestätigen.
FAQ: Häufige Fragen
Unterschied: Weiterbildung vs. Umschulung?
Weiterbildung vertieft/erweitert vorhandene Kenntnisse – ideal für schnellen Einstieg. Umschulung führt zu einem neuen Berufsabschluss und dauert meist 18–24 Monate.
Brauche ich ein Studium fürs Personalwesen?
Nein. Mit einer praxisnahen, geförderten Weiterbildung (z. B. Payroll/Recruiting) kannst du erfolgreich einsteigen.
Geht das in Teilzeit oder online?
Ja. Viele Anbieter bieten Teilzeit, Online-Live-Unterricht oder hybride Modelle.
Wie wichtig sind Zertifikate?
Sehr wichtig. IHK-, SAP- oder DATEV-Bescheinigungen erhöhen deine Sichtbarkeit bei Arbeitgebern.
Welche Deutschkenntnisse brauche ich?
Meist mindestens B2 (Payroll oft höher). Träger geben die genauen Anforderungen an.
Wie lange dauert eine HR-Weiterbildung?
Je nach Modul 4–24 Wochen. Payroll & SAP eher länger, kompakte Recruiting-Module kürzer.
Tipp: Geförderte HR-Weiterbildungen kostenlos vergleichen
Spare Zeit und finde die beste Option für dich: Auf unserer kostenlosen Vergleichsplattform app.careertune.de siehst du nur förderfähige, AZAV-zertifizierte Weiterbildungen im Personalwesen – mit Filter nach Schwerpunkt (Payroll, Recruiting, Arbeitsrecht, SAP/DATEV), Startterminen, Dauer, Unterrichtsform und Zertifikaten. Vorteile:
- 100 % kostenfrei und unabhängig
- Transparenter Vergleich der Inhalte & Software
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