Dec 19, 2025

Umschulung im Gesundheitswesen bei Arbeitslosigkeit: Förderung, Berufe, Gehalt und Ablauf (2025)

Umschulung im Gesundheitswesen bei Arbeitslosigkeit: Förderung, Berufe, Gehalt und Ablauf (2025)

Umschulung im Gesundheitswesen bei Arbeitslosigkeit: Ihr kompletter 2025-Guide

Arbeitslos und Umschulung ins Gesundheitswesen – für viele der schnellste Weg zurück in stabile Beschäftigung mit Sinn, Sicherheit und Perspektive. Dieser umfassende Leitfaden erklärt Ihnen Fördermöglichkeiten (Bildungsgutschein, Jobcenter/Agentur für Arbeit), gefragte Berufe, Gehälter, Voraussetzungen und den Schritt-für-Schritt-Ablauf bis zum Kursstart. Zusätzlich erhalten Sie Checklisten, Bewerbungstipps und eine Übersicht modularer Alternativen wie Teilqualifikationen.

Warum gerade jetzt ins Gesundheitswesen wechseln?

  • Arbeitsmarktsicherheit: Demografischer Wandel sorgt für langfristig hohe Nachfrage.
  • Viele Einstiegswege: Von medizinisch-technischen Berufen über Pflege bis Verwaltung/Management.
  • Förderung möglich: Geförderte Umschulung mit Bildungsgutschein (§81 SGB III) für Arbeitslose und Bürgergeld-Beziehende.
  • Sinnstiftende Tätigkeit: Direkter Beitrag zu Gesundheit und Lebensqualität.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Förderungen & Kostenübernahme
  2. Gefragte Umschulungsberufe im Gesundheitswesen
  3. Gehalt & Perspektiven
  4. Voraussetzungen & Eignung
  5. Schritt-für-Schritt zur geförderten Umschulung
  6. Bewerbungstipps für Arbeitslose
  7. Vollzeit, Teilzeit, online: Welche Lernmodelle gibt es?
  8. Häufige Fehler vermeiden
  9. FAQ

1) Förderung & Kostenübernahme: So finanzieren Sie Ihre Umschulung

Die wichtigste Unterstützung ist der Bildungsgutschein von Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter. Damit können bei AZAV-zertifizierten Bildungsträgern die kompletten Lehrgangskosten übernommen werden.

Was kann gefördert werden?

  • Lehrgangsgebühren (Umschulung/Weiterbildung)
  • Prüfungsgebühren (z. B. IHK)
  • Fahrtkosten, auswärtige Unterbringung/Verpflegung (nach Richtlinie)
  • Lernmittel, digitale Geräte (in begründeten Fällen)
  • Kinderbetreuungskosten (Zuschüsse möglich)

Rechtsgrundlage & Programme

  • §81 SGB III: Förderung der beruflichen Weiterbildung (auch Umschulung)
  • Qualifizierungschancengesetz: Förderung bei Beschäftigten – relevant bei späterer Aufstiegsqualifizierung
  • Teilqualifikationen (TQ): Modulweise zum Berufsabschluss – besonders geeignet für schrittweisen Einstieg

Wichtig: Der Kurs muss AZAV-zertifiziert sein, damit ein Bildungsgutschein eingelöst werden kann.

2) Gefragte Umschulungsberufe im Gesundheitswesen

Ob patientennah, technisch oder administrativ – das Gesundheitswesen bietet vielfältige Wege. Nachfolgend eine Auswahl mit Dauer, typischen Inhalten und Einsatzorten. Angaben können je nach Bundesland, Träger und persönlicher Vorerfahrung variieren.

Pflegefachfrau/-mann (generalistische Ausbildung/Umschulung)

  • Dauer: i. d. R. 2–3 Jahre (Umschulung), Teilzeit möglich
  • Inhalte: Akut-, Langzeit-, Kinder- und ambulante Pflege, Pflegeprozesse, Kommunikation, Recht
  • Praxis: Umfangreiche praktische Einsätze in Kliniken, Pflegeheimen, ambulanten Diensten
  • Alternativ: Pflegefachassistenz (1–2 Jahre) als schneller Einstieg

Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)

  • Dauer: ca. 24 Monate (verkürzte Umschulung), duale Struktur
  • Inhalte: Patientenaufnahme, Assistenz bei Untersuchungen, Praxisorganisation, Abrechnung
  • Einsatz: Arztpraxen, MVZ, Kliniken, Laborpraxen

Medizinische Technologie (MTL/MTR)

  • Dauer: meist 2,5–3 Jahre
  • Profile: MTL (Laboratoriumsanalytik), MTR (Radiologie)
  • Inhalte: Diagnostik, Analytik, Gerätekunde, Strahlenschutz (MTR)

Physiotherapeut/in & Ergotherapeut/in

  • Dauer: 3 Jahre (teilweise Schulgeld abgeschafft; Bundesland abhängig)
  • Inhalte: Therapieplanung, Befund, Behandlungstechniken, Prävention
  • Einsatz: Kliniken, Reha, Praxen, soziale Einrichtungen

Notfallsanitäter/in

  • Dauer: 3 Jahre
  • Inhalte: Präklinische Versorgung, Rettungsdienst, Einsatztaktik
  • Voraussetzung: gesundheitliche Eignung, oft Führerschein Klasse C1 wünschenswert

OTA/ATA (Operations- & Anästhesietechnische Assistenz)

  • Dauer: 3 Jahre
  • Inhalte: OP-Organisation, Hygiene, Assistenz, Gerätekunde

PTA (Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in)

  • Dauer: ca. 2–2,5 Jahre
  • Einsatz: Apotheken, Krankenhausapotheken, Industrie

Medizinische Dokumentation & Kodierfachkraft

  • Dauer: 3–9 Monate (Weiterbildung/Umschulung)
  • Inhalte: ICD/OPS, DRG, medizinische Terminologie, Dokumentationsqualität
  • Einsatz: Kliniken, Abrechnungsstellen, Krankenkassen

Praxismanager/in & Case Manager/in Gesundheit

  • Dauer: 3–9 Monate
  • Inhalte: Praxisorganisation, Personal, QM, Abrechnung, Prozessmanagement

Weitere Optionen: Heilerziehungspflege, Gesundheits- und Krankenpflegehilfe, Sozial- und Pflegeberatung, Hygienefachkraft (Weiterbildung), Medizinprodukteberatung, Reha-/Pflegekoordination.

3) Gehalt & Perspektiven

Orientierungswerte (brutto/Monat, Vollzeit, Einstiegs- bis Erfahrungsbereich, Region/Tarif variieren):

  • Pflegefachkraft: ca. 2.800–3.600 €
  • Pflegefachassistenz: ca. 2.200–2.800 €
  • MFA: ca. 2.300–3.000 €
  • MTL/MTR: ca. 3.000–4.000 €
  • Physiotherapie/Ergotherapie: ca. 2.600–3.500 €
  • Notfallsanitäter/in: ca. 3.100–4.200 €
  • Kodierfachkraft: ca. 3.200–4.100 €
  • Praxismanager/in: ca. 3.000–4.000 €

Karrierechancen: Fachweiterbildungen (z. B. Intensiv/Anästhesie, OP, Wundmanagement, Onkologie), Leitungsfunktionen, Spezialisierungen (Radiologie, Hygiene, QM), akademische Wege (Pflege-/Gesundheitsmanagement).

4) Voraussetzungen & Eignung

  • Schulabschluss: je nach Beruf mind. Haupt-/Mittlere Reife; teils (Fach-)Abitur vorteilhaft
  • Sprache: Deutsch mind. B2 (medizinische Doku/Patientenkontakt)
  • Gesundheit: ärztliche Eignungsbescheinigung, Impfstatus (Hepatitis etc.)
  • Führungszeugnis: für klinische/patientennahe Einsätze üblich
  • Soft Skills: Belastbarkeit, Empathie, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft

Ausländische Abschlüsse: Anerkennung möglich (je nach Beruf/Kammer). Überbrückend helfen Anpassungsqualifizierungen und Sprachkurse.

5) Schritt-für-Schritt zur geförderten Umschulung

  1. Kompetenzcheck & Ziel: Welche Aufgaben liegen Ihnen? Patientenkontakt vs. Technik/Verwaltung.
  2. Beratungstermin bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter vereinbaren.
  3. Kursrecherche: AZAV-zertifizierte Umschulungen vergleichen (Dauer, Praxisanteil, Online/Teilzeit).
  4. Kostenvoranschlag & Bildungsziel vom Träger einholen (start, Ende, Maßnahmennummer).
  5. Bildungsgutschein beantragen: Eignung, Arbeitsmarktbedarf und Kurspassung begründen.
  6. Bewerbung beim Träger: ggf. Eignungstest/Interview, Praktikumszusage organisieren.
  7. Start & Betreuung: Lernplan, Prüfungsanmeldung, Praxisphasen, Prüfungsvorbereitung.

Tipps für den Bildungsgutschein-Antrag

  • Arbeitsmarktbezug belegen: Stellenanzeigen, Engpassberufe, regionale Nachfrage.
  • Passung zu Ihrem Profil: Vorerfahrung, Motivation, gesundheitliche Eignung.
  • Barrieren adressieren: Kinderbetreuung, Mobilität, Lernunterstützung – Lösungen aufzeigen.

6) Bewerbungstipps für Arbeitslose (Umschulung)

  • Lebenslauf: Lücken kurz, ehrlich erklären (z. B. Pflege von Angehörigen, ehrenamtliche Tätigkeiten, Selbststudium).
  • Motivationsschreiben: Warum Gesundheitswesen? Welche Stärken bringen Sie mit? Was ist Ihr Zieljob?
  • Voranerkennung: Prüfen, ob Vorbildung eine Verkürzung ermöglicht (z. B. medizinische Vorerfahrung).
  • Praxiseinblicke: Kurzpraktikum/Job-Shadowing erhöht Ihre Erfolgschancen.
  • Referenzen: Ehrenamt, Pflegebegleitung, Erste-Hilfe-Kurse beilegen.

7) Vollzeit, Teilzeit, online: Welche Lernmodelle gibt es?

  • Vollzeit: Schnellster Abschluss – ideal, wenn Sie den Fokus voll aufs Lernen legen können.
  • Teilzeit: Für Eltern/Pflegende geeignet; längere Dauer, aber bessere Vereinbarkeit.
  • Hybrid/Online: Theorieteile online, Praxis vor Ort – spart Fahrzeiten, moderne Lernform.
  • Modular/Teilqualifikationen: Schrittweise Qualifizierung mit Zwischenzertifikaten bis zum Berufsabschluss.

Hinweis: Patientennahe Berufe erfordern immer Praxiseinsätze vor Ort.

8) Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Unklare Zielsetzung: Definieren Sie früh Ihren Zielberuf und vergleichen Sie Alternativen.
  • Falscher Träger: Ohne AZAV-Zertifizierung ist keine Förderung möglich.
  • Überlastung: Planen Sie Kinderbetreuung, Lernzeiten und Fahrtwege realistisch.
  • Sprachdefizite: Mit vorbereitenden Fachsprachkursen starten.
  • Zu wenig Praxis: Achten Sie auf ausreichende Praxiseinsätze und Begleitung.

9) FAQ: Umschulung Gesundheitswesen arbeitslos

Wie bekomme ich einen Bildungsgutschein?

Vereinbaren Sie Beratungstermine bei Agentur für Arbeit/Jobcenter, legen Sie ein passendes, AZAV-zertifiziertes Angebot vor, und begründen Sie die Arbeitsmarktchancen.

Ist eine Umschulung immer kostenlos?

Mit Bildungsgutschein werden Lehrgangs- und Prüfungskosten übernommen. Zusätzlich sind Zuschüsse für Fahrtkosten, Kinderbetreuung und Lernmittel möglich – abhängig von Ihrer Situation und den Richtlinien.

Wie lange dauert eine Umschulung?

Je nach Beruf 6 Monate (z. B. Kodierung) bis 36 Monate (z. B. Notfallsanitäter/in). Pflege-Umschulungen liegen häufig bei 24–36 Monaten; Teilzeit entsprechend länger.

Kann ich als Quereinsteiger/in in die Pflege?

Ja. Möglich sind Pflegefachassistenz, generalistische Pflege oder Teilqualifikationen mit späterer Externenprüfung.

Gibt es Online-Umschulungen?

Theorieanteile oft online/hybrid möglich. Praktische Einsätze müssen vor Ort erfolgen.

Welche Träger sind bekannt?

Beispiele: WBS Training, ILS, SGD, DEKRA Akademie, IHK-Bildungsträger, SRH, DAA u. a. Wichtig ist die AZAV-Zertifizierung.

Praktische Checkliste: So starten Sie jetzt

  1. Beruf wählen (Pflege, MFA, MTL/MTR, Kodierung, Praxismanagement ...)
  2. Regionale Nachfrage prüfen (Stellenbörsen, Klinik-/Praxiswebsites)
  3. AZAV-Kursangebote vergleichen (Vollzeit/Teilzeit, Starttermine, Praxispartner)
  4. Beratungstermin bei Agentur/Jobcenter vereinbaren
  5. Unterlagen sammeln (Angebot, Maßnahmennummer, Lebenslauf, Motivation)
  6. Bildungsgutschein beantragen und Kursplatz sichern

Fazit: Mit Förderung sicher in einen Gesundheitsberuf einsteigen

Eine Umschulung im Gesundheitswesen ist für Arbeitslose eine hervorragende Chance auf krisensichere Jobs mit Sinn und Entwicklung. Mit dem richtigen Berufsziel, einem AZAV-zertifizierten Anbieter und der Förderung durch Bildungsgutschein gelingt der Neustart planbar und finanziell abgesichert.

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