Vertrieb-Weiterbildung für Arbeitslose: So nutzt du Bildungsgutschein & AVGS für deinen Sales-Einstieg
Du bist arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht und möchtest in den Vertrieb einsteigen? Gute Entscheidung: Sales-Jobs sind branchenübergreifend gefragt und bieten klare Aufstiegschancen. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du eine geförderte Weiterbildung im Vertrieb mit Bildungsgutschein oder AVGS findest, worauf du bei Anbietern achten solltest, welche Inhalte wirklich zu einem Job führen – und wie du den Antrag bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter überzeugend stellst.
Warum jetzt in den Vertrieb einsteigen?
- Hohe Nachfrage: Jede Firma braucht Umsatz – vom Start-up bis zum Konzern.
- Quereinstieg möglich: Kommunikation, Motivation und Lernbereitschaft zählen oft mehr als ein spezieller Abschluss.
- Gute Perspektiven: Vom Sales Development über Account Executive bis Key Account – klare Karrierepfade und variable Vergütung.
- Remote-Optionen: Viele Inside-Sales-Jobs sind flexibel oder hybrid.
Geförderte Optionen: Bildungsgutschein vs. AVGS
Für eine Vertrieb-Weiterbildung während der Arbeitslosigkeit kommen in der Regel zwei Förderwege infrage:
Bildungsgutschein (SGB III / SGB II)
- Zweck: Qualifizierung für den zügigen Wiedereinstieg in Arbeit.
- Deckt ab: Kursgebühren, oft auch Prüfungsgebühren; ggf. Fahrkosten/Kinderbetreuung nach Einzelfall.
- Wichtig: Der Anbieter muss zertifiziert (AZAV) sein, der Kurs in KURSNET auffindbar und passend zu deinem Zieljob.
AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein)
- Zweck: Individuelles Coaching, Bewerbungs- und Vermittlungsunterstützung, ggf. kurze Qualifizierungsbausteine.
- Ideal für: Persönliches Vertriebscoaching, Interviewvorbereitung, Jobmatching.
- Kombination: AVGS-Coaching plus anschließende, förderfähige Vertrieb-Weiterbildung ist möglich – Abstimmung mit deiner Beratungsperson nötig.
Praxis-Tipp: Lege eine klare Zielrolle fest (z. B. Sales Development Representative, Vertriebsinnendienst, Account Executive) und wähle Kurse, die exakt dafür qualifizieren. Das erhöht die Bewilligungschancen.
Voraussetzungen & Eignung
- Motivation & Kommunikation: Freude an Kundengesprächen, Beharrlichkeit, Lernbereitschaft.
- Sprachlevel: In der Regel mind. B2 Deutsch; Englischkenntnisse vorteilhaft je nach Branche.
- IT-Basis: Sicher mit PC, E-Mail, Online-Meetings; CRM-Erfahrung ist ein Plus, wird aber in Weiterbildungen vermittelt.
- Nachweis der Eignung: Lebenslauf, Lernziele, ggf. Vorgespräche mit Anbietern, die deine Passung dokumentieren.
Schritt-für-Schritt: So bekommst du den Bildungsgutschein für eine Vertrieb-Weiterbildung
- Ziel definieren: Rolle, Branche, Arbeitsmodell (remote/hybrid), Gehaltserwartung grob abstecken.
- Kurse vergleichen: Suche AZAV-zertifizierte Angebote in KURSNET und auf unabhängigen Vergleichsseiten. Achte auf Inhalte, Praxisanteil, Jobbezug, Starttermine und Erfolgsnachweise.
- Unterlagen sammeln: Aktueller Lebenslauf, kurze Begründung (Gap, Ziele, Jobmarkt), Kursinfos (Dauer, Inhalte, Zertifikate, Kosten, Maßnahmennummer).
- Beratungstermin: Bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter dein Ziel und die Notwendigkeit der Maßnahme darstellen: konkrete Stellenanzeigen, Skill-Gap, passender Kurs.
- Bewilligung abwarten: Entscheidung liegt im Ermessen der Beratung. Bleib freundlich, sachlich, nachfassend.
- Einschreibung & Start: Nach Zusage Vertrag/Teilnahmebestätigung einreichen, Technik checken (Headset, Webcam), Onboarding absolvieren.
Zeithorizont: Plane vom Erstgespräch bis Kursstart typischerweise einige Wochen. Eine gute Vorbereitung verkürzt die Dauer.
Diese Inhalte sollte eine gute Vertrieb-Weiterbildung für Arbeitslose abdecken
Grundlagen & Methodik
- Sales-Prozess & Funnel: Von Lead bis Abschluss, KPI-Verständnis (z. B. Anrufquoten, Conversion).
- Kaltakquise & Telefonleitfaden: Gesprächseröffnung, Einwandbehandlung, Terminvereinbarung.
- Social Selling: Profil-Optimierung, Outreach-Sequenzen, Content-Snippets, Sales Navigator-Basics.
- Bedarfsanalyse & Qualifizierung: SPIN, BANT, MEDDIC – pragmatisch und praxisnah.
- Nutzenargumentation & Demo: Value Selling, Storytelling, Proof.
- Verhandlung & Abschluss: Preisgespräch, Taktiken, Next Steps, saubere Handover an Delivery/CS.
Tools & Praxis
- CRM-Training: Salesforce, HubSpot oder Pipedrive (Datenpflege, Pipelines, Dashboards).
- E-Mail- & Sequencing-Tools: Outreach-Grundlagen, Vorlagen, Personalisierung.
- Meeting-Kompetenz: Online-Demos moderieren, Agenda, Einwandhandling.
- KI im Vertrieb: Recherche, Einwand-Ideen, Vorlagen – verantwortungsvoll und datenschutzkonform einsetzen.
- Recht & Compliance: DSGVO-Basics für Akquise, rechtssichere Ansprache.
Zertifikate & Abschlüsse
- AZAV-zertifizierter Kursabschluss (förderfähig).
- Hersteller-Zertifikate (z. B. CRM-Badges) sind ein Plus.
- IHK-/TÜV-Module erhöhen die Glaubwürdigkeit bei Bewerbung.
Kursformate, Dauer & Lernaufwand
- Intensiv-Bootcamps: 4–12 Wochen, ganztägig, hoher Praxisanteil.
- Modulare Lehrgänge: 8–24 Wochen, mit Praktikum oder Projektarbeit.
- Online live: Virtuelle Klassenräume, tägliche Interaktion und Rollenspiele.
- Selbstlern-Anteile: Clips, Aufgaben, CRM-Übungen, Lernkontrollen.
Faustregel: Je jobnäher und praxislastiger der Kurs (echte Telefonate, Live-Rollenspiele, CRM-Fälle), desto besser die Chancen auf schnellen Jobeinstieg.
Jobchancen nach der Weiterbildung
- Sales Development Representative (SDR) / Vertriebsinnendienst
- Account Executive (AE) im Inside Sales
- Junior Account Manager / Kundenbetreuer
- Field Sales / Außendienst (je nach Region/Branche)
- Customer Success mit Vertriebsanteil (Upsell/Cross-Sell)
Vergütung: Üblich sind Grundgehalt + variable Anteile (Provision/Bonus). Die Spannbreite variiert stark nach Region, Branche, Firmengröße und Seniorität. Achte in Stellenanzeigen auf OTE (On-Target-Earnings) als Gesamtzielvergütung.
FAQ: Häufige Fragen zur Vertrieb-Weiterbildung während der Arbeitslosigkeit
1) Bekomme ich sicher einen Bildungsgutschein?
Es gibt keinen Anspruch. Die Entscheidung trifft deine Beratungsperson auf Basis von Notwendigkeit, Eignung und Arbeitsmarkt. Eine gute Begründung mit passenden Kursen und Stellenanzeigen erhöht die Chancen.
2) Bildungsgutschein oder AVGS – was passt?
Bildungsgutschein für strukturierte Kurse mit Abschluss. AVGS für individuelles Coaching, Bewerbungsstrategie und Vermittlung. Beides kann sich ergänzen.
3) Präsenz oder online?
Online-live spart Wege und bildet moderne Inside-Sales-Realität ab. Für manche passt Präsenz besser – entscheidend ist der Praxisanteil und Jobbezug.
4) Zählt die Weiterbildung in meinem Lebenslauf?
Ja – wenn sie jobnah ist, sichtbare Ergebnisse (z. B. Zertifikate, CRM-Badges, Mini-Projekte) liefert und du sie aktiv in Bewerbung und Gespräch präsentierst.
5) Wie belege ich meinen Erfolg im Kurs?
Portfolio mit Telefonleitfaden, E-Mail-Sequenzen, CRM-Screens (anonymisiert), Rollenspiel-Feedback, Mini-Fallstudie – das schafft Vertrauen bei Arbeitgebern.
8‑Wochen-Musterplan: Vom Quereinsteiger zum Sales-Starter
- Woche 1: Mindset, Sales-Grundlagen, Zielkunden-Avatar, Telefonleitsätze.
- Woche 2: Kaltakquise intensiv, Einwandbehandlung, Terminbuchung.
- Woche 3: Social Selling, Profil-Optimierung, Outreach-Sequenzen.
- Woche 4: CRM-Setup, Pipeline, saubere Datenpflege, Reports.
- Woche 5: Needs Analysis, Qualifikation (SPIN/BANT), Demos strukturieren.
- Woche 6: Verhandlung, Angebot, Abschluss, Handover an Delivery/CS.
- Woche 7: Bewerbungsmappe, Sales-Portfolio, Praxis-Assessment.
- Woche 8: Interviewtraining, 30‑60‑90‑Tage-Plan, Jobmatching.
Bewerbungs- und Interviewtipps für den Vertrieb
- Ergebnisorientierter Lebenslauf: Zahlen, Quoten, Beispiele (z. B. „30 qualifizierte Termine/Monat im Training“).
- Elevator Pitch üben: Wer bist du, welches Problem löst du für Kunden, warum Vertrieb?
- STAR-Methode: Situation, Task, Action, Result – für Einwände und Erfolge.
- 30‑60‑90‑Tage-Plan: Lernfelder, KPIs, Pipeline-Aufbau – zeigt Proaktivität.
- Rollenübungen: Live-Call simulieren, Follow-up-E-Mail in 10 Minuten formulieren.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
- Unklare Zielrolle: Entscheide dich und wähle Kurse exakt dafür.
- Zu viel Theorie: Ohne echte Praxis (Calls, CRM) fehlt der Jobbezug.
- Schwache Begründung im Antrag: Zeige Skill-Gap + passende Stellen + konkreten Kurs.
- Allein bewerben: Nutze Coaching, Netzwerk, Messen, LinkedIn-Aktivität.
Checkliste: Deine Vertrieb-Weiterbildung mit Bildungsgutschein
- Zielrolle, Branche und Arbeitsmodell definiert
- 3–5 passende, AZAV-zertifizierte Kurse mit Maßnahmennummer gefunden
- Kursinhalte mit Jobanzeigen abgeglichen
- Begründung vorbereitet (Skill-Gap, Nachfrage, Kursnutzen)
- Lebenslauf aktualisiert, Nachweise gesammelt
- Beratungstermin vereinbart, Unterlagen mitgenommen
Fazit: Mit der richtigen Weiterbildung zügig in den Sales-Job
Wer arbeitslos ist und in den Vertrieb möchte, hat mit geförderten Weiterbildungen hervorragende Chancen. Entscheidend sind ein klarer Zieljob, praxisnahe Inhalte und eine überzeugende Begründung im Förderantrag.
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