Welche Weiterbildung lohnt sich 2025 (arbeitslos)? Die 25 besten Optionen mit Förderung
Arbeitslos in 2025 und unsicher, welche Weiterbildung sich wirklich lohnt? In diesem Leitfaden zeigen wir dir fundiert, praxisnah und mit Blick auf den Arbeitsmarkt 2025, welche geförderten Weiterbildungen dir die besten Chancen auf einen schnellen, stabilen Wiedereinstieg und solide Gehälter bieten. Du erfährst außerdem, wie du Bildungsgutschein oder AVGS sicherst, welche Fehler du vermeidest und wie du mit einer klaren Strategie deine Bewilligung erhöhst.
Warum Weiterbildung gerade 2025?
Der Arbeitsmarkt 2025 ist von Digitalisierung, Energiewende und Pflegebedarf geprägt. Daraus ergeben sich Engpassberufe mit besonders guten Jobaussichten. Gleichzeitig stellen viele Unternehmen auf SAP S/4HANA um, verschärfen ihre Cybersecurity und digitalisieren Prozesse (Cloud, Data, E-Commerce). In Handwerk und Logistik bleiben die Auftragsbücher trotz Konjunkturschwankungen stabil – Fachkräfte werden händeringend gesucht.
Gut zu wissen (Stand: 2025): Für Arbeitslose gibt es attraktive Förderwege: Bildungsgutschein für zertifizierte Kurse (AZAV), Weiterbildungsgeld (150 € mtl.) bei abschlussorientierten Maßnahmen, Bürgergeld-Bonus (75 € mtl.) für längere Maßnahmen sowie bis Ende 2025 verlängerte Weiterbildungsprämien bei Umschulungen mit Kammerabschluss.
Förderung für Arbeitslose: Bildungsgutschein, Bürgergeld-Bonus & AVGS
Als arbeitslose Person kannst du dir viele der folgenden Weiterbildungen komplett fördern lassen. Die wichtigsten Programme im Überblick:
- Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit/Jobcenter): Deckt Kurskosten, Prüfungsgebühren, Fahrtkosten; bei Vollzeit oft auch Lebensunterhalt über ALG I/II bzw. Bürgergeld. Voraussetzung: Kurs und Träger sind AZAV-zertifiziert und die Weiterbildung ist arbeitsmarktlich sinnvoll.
- Weiterbildungsgeld (Bürgergeld): 150 € monatlich zusätzlich für abschlussorientierte Weiterbildungen/Umschulungen.
- Bürgergeld-Bonus: 75 € monatlich für die Teilnahme an Maßnahmen ab 8 Wochen Dauer.
- Weiterbildungsprämie: Für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen bei Umschulungen mit Kammerabschluss (verlängert bis Ende 2025).
- AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein): Für individuelles Coaching (z. B. Bewerbungsstrategie, Berufsorientierung) oder zur Vermittlung in Arbeit. Ideal, um vor Kursstart deine Richtung zu schärfen.
- DeuFöV-Berufssprachkurse (B2/C1): Für Personen mit Migrationshintergrund – gezielte Deutschförderung für den Beruf, häufig in Kombination mit Fachkursen.
Tipp: Sammle 5–10 konkrete Stellenanzeigen, die du mit der geplanten Qualifikation erfüllen könntest. Das erhöht die Chance auf den Bildungsgutschein deutlich.
Top 25 Weiterbildungen, die sich 2025 wirklich lohnen
Die Auswahl basiert auf Engpasslisten, Arbeitgebernachfrage und realistischen Einstiegschancen nach Kursende. Gehaltsangaben sind grobe Richtwerte (brutto, regional unterschiedlich).
- Betreuungskraft §43b/53c SGB XI (ehem. §87b): 2–4 Monate, Einstieg in Pflege/Betreuung; Gehalt ca. 2.200–2.800 €; sehr hohe Nachfrage in stationärer/ambulanter Pflege.
- Pflegefachassistenz/Pflegehelfer/in (staatl. anerk.): 6–12 Monate; Gehalt ca. 2.400–3.000 €; stabiler Arbeitsmarkt, Schichtbereitschaft nötig.
- Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT): 2–4 Monate; z. B. für Wartung/Installation; Gehalt ca. 2.600–3.300 €; ideal für Technikaffine.
- Wärmepumpen-Monteur/in (SHK): 3–6 Monate; Energiewende-Treiber; Gehalt ca. 2.800–3.600 €; hohe Auftragslage bis über 2025 hinaus.
- Photovoltaik-Monteur/in & Planung: 2–4 Monate; Montage, Inbetriebnahme, Grundlagen Planung; Gehalt ca. 2.600–3.400 €; sehr gute Perspektiven.
- Lkw-Fahrer/in Kl. CE inkl. 95 (beschl. Grundqual.) + ADR: 2–4 Monate; Gehalt ca. 2.700–3.500 € + Zulagen; bundesweit gesucht.
- Gabelstaplerschein + Lagerlogistik (Scanner, SAP-Basis): 4–8 Wochen; schneller Einstieg; Gehalt ca. 2.200–2.800 €; gute Entwicklungsmöglichkeiten.
- Disponent/in Logistik & Zoll (ATLAS, Incoterms): 3–5 Monate; Gehalt ca. 2.800–3.800 €; besonders stark in Handels-/Industriezentren.
- Buchhaltung mit DATEV (Kreditoren/Debitoren): 3–6 Monate; Gehalt ca. 2.600–3.400 €; vielfach gesucht in KMU/Steuerkanzleien.
- Lohn- und Gehaltsabrechnung (DATEV Lodas/LODAS): 2–4 Monate; Gehalt ca. 2.700–3.600 €; Engpassbereich, sehr gefragt.
- Finanzbuchhalter/in (IHK): 6–9 Monate; Gehalt ca. 3.000–4.000 €; ideal mit Vorerfahrung kaufmännisch.
- E-Commerce-Manager/in (Shop, Marktplätze, PIM): 3–6 Monate; Gehalt ca. 2.700–3.700 €; dynamischer Wachstumsmarkt.
- Online-Marketing (SEO/SEA/Social) mit Zertifikaten: 3–6 Monate; Gehalt ca. 2.600–3.600 €; Praxisprojekte und Zertifikate (z. B. Google) sind wichtig.
- SAP S/4HANA Anwender/in (FI/CO/MM/SD) + Zertifikat: 3–6 Monate; Gehalt ca. 3.000–4.200 €; große Nachfrage durch S/4-Umstellungen bis 2027.
- Microsoft 365 Office-Profi (Excel, Power Query, Power BI Basics): 6–12 Wochen; starkes Fundament für Büro-/Analystenrollen.
- Data Analyst Basics (SQL, Excel, Power BI/Tableau): 3–5 Monate; Gehalt ca. 3.000–4.200 €; anwendungsnaher Fokus erhöht Chancen.
- Cloud Practitioner (AWS/Azure/GCP) + Grundlagen DevOps: 2–3 Monate; Einstiegszertifikate; Gehalt ca. 3.000–4.000 €; gute Anschlusschancen.
- Cybersecurity Grundlagen (z. B. CompTIA Security+): 3–4 Monate; Gehalt ca. 3.200–4.500 €; hohe Nachfrage quer durch Branchen.
- Software-Tester/in ISTQB Foundation: 2–3 Monate; Gehalt ca. 3.000–4.000 €; ideal für Quereinsteiger mit Logikaffinität.
- Projektmanagement (PRINCE2, Scrum, Agile): 2–3 Monate; Gehalt ca. 3.000–4.200 €; in vielen Bereichen einsetzbar.
- Technische/r Zeichner/in CAD (AutoCAD/SolidWorks): 3–6 Monate; Gehalt ca. 2.800–3.800 €; stark in Industrie/Bauplanung.
- Immobilienverwaltung (WEG/Miete) + Hausverwaltungssoftware: 3–5 Monate; Gehalt ca. 2.600–3.600 €; dauerhafte Engpässe.
- Berufssprachkurs Deutsch B2/C1 (DeuFöV): 3–6 Monate; erhöht Jobeinstiegschancen deutlich, oft Voraussetzung in Pflege/Verwaltung.
- Umschulung Kaufmann/-frau für Büromanagement (IHK): 18–24 Monate; Gehalt nach Abschluss ca. 2.600–3.400 €; sehr breites Einsatzfeld.
- Umschulung Fachinformatiker/in (Anwendungsentwicklung/Systemintegration): 24 Monate; Gehalt nach Abschluss ca. 3.200–4.600 €; starker, zukunftsfester Bereich.
Wichtig: Achte darauf, dass der Kurs AZAV-zertifiziert ist, ein anerkanntes Zertifikat (z. B. Kammer/IHK, Hersteller wie SAP, Microsoft, AWS, ISTQB) bietet und Praxisprojekte enthält. Das erhöht die Chancen im Bewerbungsprozess spürbar.
Schnellstart (4–12 Wochen) vs. Umschulung (18–24 Monate)
Welche Option sich lohnt, hängt von deiner Situation ab:
- Schnellstart-Kurse (4–12 Wochen): z. B. Gabelstapler + Lager, Microsoft 365, ISTQB, Betreuungskraft. Ideal, wenn du schnell wieder verdienen willst oder eine Lücke schließen musst.
- Mittelfristig (3–6 Monate): z. B. SAP-Anwender, Buchhaltung DATEV, Online-Marketing, Logistik & Zoll. Gut, um nachhaltig aufzusteigen und fachlich solide zu werden.
- Umschulung (18–24 Monate): z. B. Kaufmännische Berufe, IT-Berufe. Sinnvoll, wenn du komplett neu startest und einen staatlich anerkannten Abschluss willst.
So wählst du die passende Weiterbildung in 6 Schritten
- Ziel definieren: Schneller Einstieg, höheres Gehalt, Branchenwechsel oder Abschluss nachholen?
- Regionale Nachfrage prüfen: Sammle 5–10 relevante Stellenanzeigen. Prüfe gefragte Skills und Zertifikate.
- Förderfähigkeit checken: Kurs/Träger AZAV? Abschluss anerkannt (IHK/Kammer/Hersteller)? Starttermine?
- Praxis & Prüfung: Enthält der Kurs Übungen, Fallstudien, Projekte, Prüfungsvorbereitung und Jobcoaching?
- Vorkenntnisse realistisch einschätzen: Gibt es Vorkurse (Mathe/IT/Deutsch)? Einstufungstest nutzen.
- Unterlagen für die Bewilligung: Angebot, Kursbeschreibung, Kosten, Stundenplan, Nachweise deiner Eignung, Stellenanzeigen.
Häufige Fehler bei geförderten Weiterbildungen (und wie du sie vermeidest)
- Zu allgemeine Begründung: Statt „Ich will was mit IT“ lieber konkret: „Mit dem SAP S/4HANA-MM-Kurs erfülle ich Anforderungen aus diesen 7 Stellenanzeigen in meiner Region.“
- Unpassende Kursniveaus: Erst Basis (z. B. Microsoft 365), dann Spezial (z. B. Power BI/Data Analyst). So vermeidest du Überforderung und Abbruch.
- Fehlende Zertifikate: Achte auf prüfungsrelevante Zertifikate (ISTQB, Security+, SAP, DATEV). Sie sind Türöffner.
- Keine Praxis: Bevorzuge Anbieter mit Projekten, Fallstudien, Labs; und mit Unterstützung bei Bewerbungen (Profiling, Portfolio, Vorstellungsgespräch-Training).
- Nur Online ohne Betreuung: Live-Unterricht, feste Ansprechpartner und Mentoring erhöhen die Erfolgsquote.
Checkliste für den Termin bei Arbeitsagentur/Jobcenter
- Klarer Berufsplan (Zielrolle, z. B. „Buchhalter/in DATEV“)
- Mindestens 5–10 Stellenanzeigen aus deiner Region, die du mit dem Kurs erfüllen würdest
- Kursangebot (AZAV, Inhalte, Dauer, Kosten, Startdatum, Trägerinfos)
- Nachweise (Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Einstufungstest)
- Argumentation (Warum dieser Kurs? Warum jetzt? Wie verbessert er konkret deine Vermittlungschancen?)
- Plan B (Alternative Starttermine/Kurse – signalisiert Flexibilität)
FAQ: Häufige Fragen zu „Welche Weiterbildung lohnt sich 2025 arbeitslos?“
Welche Weiterbildung bringt mich am schnellsten zurück in Arbeit?
Gabelstapler + Lagerlogistik, Betreuungskraft §43b, Microsoft 365 oder ISTQB-Tester sind typische Schnellstarter (4–12 Wochen) mit hoher Nachfrage.
Welche Weiterbildungen zahlen sich finanziell am meisten aus?
Mittelfristig oft SAP S/4HANA, Buchhaltung/Lohn, Data/Cloud/Cybersecurity oder Logistik-Dispo. Langfristig kann eine Umschulung in IT oder kaufmännisch den größten Gehaltssprung bringen.
Kann ich als Bürgergeld-Empfänger/in gefördert werden?
Ja. Bei arbeitsmarktlich sinnvoller Maßnahme sind Kurskosten und je nach Situation Lebensunterhalt förderbar. Zusätzlich gibt es Weiterbildungsgeld (150 € mtl.) und ggf. den Bürgergeld-Bonus (75 € mtl.).
Was, wenn ich nicht weiß, welche Richtung zu mir passt?
Nutze ein AVGS-Coaching für Profiling und Berufsorientierung. Dort klärst du Stärken, Zielbranchen und Bewerbungsstrategie – oft der beste erste Schritt.
Wie überzeuge ich meine Vermittler/in vom Bildungsgutschein?
Zeige: 1) konkrete Stellenanzeigen, 2) Deckung durch Kursinhalte, 3) realistische Erfolgsaussichten (Zertifikate, Praktika, Anbieter-Referenzen), 4) Plan für Bewerbungen während/nach dem Kurs.
Fazit: So findest du 2025 die Weiterbildung, die sich wirklich lohnt
Setze auf marktnahes Fachwissen, anerkannte Zertifikate und Praxis. Wähle zwischen Schnellstart für den direkten Wiedereinstieg oder Umschulung für einen grundsätzlichen Neuanfang. Mit der richtigen Vorbereitung steigt die Chance auf Förderung und einen zügigen Jobstart deutlich.
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